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Filme > 2011 > Toast > Kritiken
Toast
Kinostart: 11.8.2011
ausgewählte Kritik
Die Küchenschlacht. Ein Biopic über den berühmtesten TV Koch der Insel, Nigel Slater, der am Ende ein Cameo hat.
  Gelungen ist der Charme der 60er Jahre mit Minirock, Teekannenwärmer und Mixer als Hightech in der Küche. Die Witze sind ganz passabel mit manch guten Einfällen wie im Vorspann die Namen der Darsteller als Markenartikel auf den Produkten. Aber getragen wird der Film von der prolligen Stiefmutter Helena Bonham Carter. Sie kann dem Stiefsohn glaubhaft gefährlich drohen oder ihm auch schmeicheln. Sie ist schlagfertig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Anfangs nur Putze in High Heels und ständig rauchend. Nigels Elternhaus kommt in der Überzeichnung – aber gar nicht mal so untypisch für die damalige Zeit - ganz gut als herzlose Strafanstalt rüber. Vater (Ken Stott) ist ein ewig grantelnder Tyrann, Mutter (Victoria Hamilton) ist leidend, liebesunfähig, kücheninkompatibel und stirbt früh. Deshalb dann die Stiefmutter. Nigels Hinführung zu Düften und Geschmäckern wird plausibel geschildert. Und wenn es gar nichts anderes gibt, kommt halt ein Toast auf den Tisch.
  Der Kleinkrieg in der Küche zwischen Nigel (jetzt Freddie Highmore) und HBC ist witzige Unterhaltung, die allerdings auch Opfer fordert. Vater isst sich zu Tode. Die gängigsten Köstlichkeiten der Briten wie Scones, Shepherd’s Pie und Trifle kommen ebenso vor wie wohlklingende Highlights der französischen Küche.
  Ein wenig Klassenunterschiede gibt es auch noch auf einer Party und die legendäre ‘Pinta a day‘ (von Maggie Thatcher gleich Anfang der 70er Jahre abgeschafft) kommt dramaturgisch zum Einsatz. Kotz!
  Musikalisch rundet Dusty Springfield das Zeitbild ab. Klar Britisch, zeitgemäß bunt, einfach nett. (3,25 Sterne/ZM/21.6.15)

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