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Far From The Madding Crowd
Am grünen Rand der Welt
Kinostart: 16.7.2015
ausgewählte Kritik
Abseits der rasenden Meute. Wer die Romane von Thomas Hardy mag, dem wird auch dieser Film von Thomas Vinterberg gefallen. Allein schon durch die Sprache nimmt er uns mit ins 19. Jahrhundert (‘Ihr‘ und ‘Euch‘). Für Kenner ist es die übliche Thematik und Problematik des Mannes aus Dorset. Das Pärchen, das sich erst noch vielen Irrungen und Wirrungen kriegt, ist mit Carey Mulligan als Bathsheba Everdene und Matthias Schoenaerts als Gabriel Oak durchaus gut besetzt. Sie erbt ein Landgut, er verliert seinen Besitz. Aber da es ein Feel-Good Movie ist, gilt es ja nur die Hindernisse gemeinsam aus dem Weg zu räumen bzw. neue gegeneinander wieder aufzurichten. Auch die Gedanken der Romanvorlage werden verwendet, wenn Bathsheba sich als pseudo-emanzipierte Frau versteht, was sie allerdings nicht hindert auf den Hallodri Frank Troy (Tom Sturridge) vorübergehend reinzufallen. Von den vielen Darstellern des Ensembles profilieren sich vor allem Nachbar Boldwood (Michael Sheen) und Bathshebas Zofe Liddy (Jessica Barden). Er ein tragischer Gutmensch, Liddy ein blitzgescheites junges Ding. Auch das vom Sergeanten geschwängerte Mädchen Fanny Robin (Juno Temple) gibt eine eindrucksvolle Vorstellung.
  Das spannungsvolle Finale hat Regisseur Vinterberg mit gebremstem Schaum gefahren. Das wird im Roman noch viel ergreifender geschildert.
  Aber alles in allem kann man sich genüsslich zurücklehnen und das ländliche England um 1850 einfach genießen. Der Film wird dem Roman voll auf gerecht. Mit der Übertragung des Titels haben Anglistikstudenten seit Jahrzehnten so ihre Probleme. (3,25 Sterne/ZM/31.8.15)

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