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Filme > Taxi nach Tobruk > Kritiken
Un taxi pour Tobruk
Taxi nach Tobruk
Kinostart: 1.1.1970
ausgewählte Kritik
4+1 Kameraden. Ein oft gezeigtes, harmloses Kriegsfilmchen aus den 60er Jahren mit Promibesetzung. Es kann weder Spannung aufgebaut werden – wenn man von der kurzen Szene im Minenfeld mal absieht – noch kann das eigentlich tragische Ende irgendeine Wirkung erzielen, weil es zu kurz und zu schnell abläuft: erst ein für vier Kameraden tödlicher Treffer, kurz darauf steht der einzig Überlebende (Lino Ventura) in einer jubelnden Menge bei der Siegesparade und ist mit seinen Gedanken nicht beim Jubeln sondern bei den Gefallenen. Erstaunlich ist hier, dass im Gegensatz zu den meisten Nachkriegs-Kriegsfilmen der deutsche Gefangene (Hardy Krüger) nicht per-se der Bösewicht vom Dienst ist, sondern ein gleichwertiger Kamerad, der durch seine Cleverness den anderen sogar hilft. Menschlichkeit ist angesagt. Man kann das sogar als Argument für eine Kriegsverhinderung sehen. Es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, bei dem alle gemeinsam essen, Wein trinken und auch lachen. Sie haben dieselben menschlichen Probleme in der Heimat und sitzen auch gemeinsam in der Patsche, wenn ihr Fahrzeug mal stecken bleibt. Von den äußerst knappen Charakterzeichnungen fällt nur Charles Aznavour als jüdischer Arzt auf. Eigentlich ist der Krieg ganz weit weg und selbst das Einordnen in eine feindliche Kolonne gerät zum Kindergeburtstag. Die Handlung läuft wie Treibsand durch die gedanklichen Finger der Zuschauer. (1,5 Sterne/ZM/12.10.15)

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