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Filme > 2015 > Virgin Mountain > Kritiken
Fúsi
Virgin Mountain
Kinostart: 12.11.2015
ausgewählte Kritik
Stiller Hüne. Fúsi, 43 und ein stiller Berg von einem Mann, lebt immer noch bei seiner Mutter. Seine Tage sind geprägt von einer sorgsam gepflegten Routine: der tägliche Besuch des chinesischen Restaurants, das ewig gleiche Gericht, der Anruf beim örtlichen Radiosender vom Auto aus. Tagsüber arbeitet er am Flughafen als Gepäckwagenfahrer. Sein eigenes Leben bewegt sich aber schon lange keinen Zentimeter weiter. Seine große Leidenschaft ist der Modellbau. Mit einem Nachbarn stellt er die großen Schlachten der Weltgeschichte nach. Mehr Action verträgt sein Leben nicht. Als Fúsi einen Westerntanzkurs geschenkt bekommt, tanzt jedoch Alma in sein Leben und bringt es gründlich durcheinander.
  Wunderbar leise und behutsam erzählt Dagur Kári („Dark Horse“) seine charmante Geschichte, die auf den ersten Blick einfach wirkt, aber viel Wahres über Einsamkeit erzählt und Charaktere verbirgt, die reich an Konturen sind. Ein Glücksfall ist dabei Gunnar Jónsson in der Hauptrolle, der im November außerdem in „Sture Böcke“ (Start: 19.11.) zu sehen ist. Er verleiht dem ewigen Junggesellen nicht nur die körperliche Präsenz eines simplen, aber sympathischen Typen, ohne ihn der Lächerlichkeit preiszugeben. Kári, der den Film auch geschrieben und geschnitten hat, schafft hier ein wundervolles tragikomisches Kleinod. Ein Film, wie ihn wohl nur das isländische Kino hervorzubringen vermag. (4,5 Sterne/lt/15.11.15)

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