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Die Frau hinter der Wand
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Die scharfe Nachbarin. Ein aktuelles Thema: ‘Wohnungsnot‘ wird hier zu einer spannenden Sex und Crime Drama ausgebaut. Die nymphomanische Nachbarin Simone (Katharina Heyer) verführt den arglosen Studenten Martin (herrlich hilflos Vincent Redetzki). Damit wird eine Lawine von Gewalt losgetreten, die an PSYCHO oder das FENSTER ZUM HOF erinnert. Der durchdachte Spannungsaufbau rührt von immer mehr einfließenden Details vom Umfeld dieser ‘scharfen‘ Nachbarin und von den gleich zu Anfang bereit gestellten Hilfsmittels wie die Löcher in der Wand oder ein Stethoskop. Dazu kommt noch der gewaltbereite Ex von Simone Sebastian (Florian Panzner) sowie der unter unklaren Verhältnissen verschwundene Vormieter Robert (Robert Stadlober) der wieder auftaucht. Da knistert es echt wenn Simone, Sebastian und Martin zusammentreffen und sie einen nach dem anderen versucht anzumachen. Selbst der kranke Hausmeister Horn (Ronald Nitschke) trägt zur Steigerung der Spannung bei, bevor das blutige Finale ansteht. Martin kommt ihr langsam auf die Schliche und wird zusehends misstrauischer. Da hilft es auch nichts wenn sie ihre friedlichen Intentionen an den Vögeln demonstriert ‘ Flieg und Werde‘, die ihr aus der Hand fressen. Sie beweist (nur ganz kurz) ihre seherischen Qualitäten, als Martin sich eine neue Wohnung sucht. Ihre Einladung zum Essen gerät zum Massaker, nachdem er zuvor Sebastians Leiche in einem Lehmblock in Simones Wohnung findet. Ein ‘Selbstportrait‘ wie sie sagt. Blut und Messer lassen selbst Martin nicht kalt.
  Ein kleiner Hänger in der Mitte wird rasch überspielt. Ein netter Einfall und ein Hinweis auf den Titel ist der ganz persönliche Briefkasten der beiden Mieter zwischen Wand und Fensterscheibe.
  Doch die hohe Spannung an sich wird bis zum Ende durchgehalten und beim Runterfahren hat Hans Zischler als Martins Vater noch ein Cameo. (4 Sterne/ZM/13.11.16)

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