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Filme > 2015 > Agnieszka > Kritiken
Agnieszka
Kinostart: 18.6.2015
ausgewählte Kritik
Tanz mit Madame. Eine Sozialstudie wie sie heute ganz alltäglich sein kann. Die Titelfigur (Karolina Gorczyca) wird aus der polnischer Haft entlassen und verdingt sich in München als Domina im Escort Service von Madame (Hildegard Schmal). Realistisch wortkarg erzählt, nichts für Voyeure, kann man die Brutalität des Jobs erkennen. Neben ihren Bindungen an ihre Heimat (Bruder) laviert Agnieszka zwischen Madame und Manuel, einem Bub, der ihr beim Schwarzfahren aus der Klemme geholfen hatte. Madame outet sich Agnieszka gegenüber als Lesbe. Doch die erkennt ‘Du hast keine Seele.‘
  Bemerkenswert ist ihre Rache an einem abartigen Freier. Sie sucht ihn auf und stellt ihn im wahrsten Sinne des Wortes vor seiner Frau bloß. Demütigung dein Name ist Frau!
  Agnieszka signalisiert ihrer Umgebung, dass es keine Erbhöfe gibt. So verpfeift sie Manuel nach einem gemeinsamen Kaufhausklau. Manches Klischee kommt zum Tragen wie das Öffnen einer Bierflasche mit den Zähnen oder das Messerstichspiel zwischen den Fingern einer gespreizten Hand.
  Ihr kleinerer Bruder steht plötzlich vor ihrer Tür. Beide stehen kurz darauf am Flughafen. Ende. Wahrscheinlich fliegen sie nach Hause. Der Ausflug in den goldenen Westen hat sich nur bedingt gelohnt. Karolina Gorczyca spielt ihre Rolle eiskalt, dabei ähnelt sie gelegentlich optisch Charlize Theron, nur härter im Ausdruck.
  Keine große Sache dieser kleine Film, aber auch kein Ärgernis. Als Nachwuchsarbeit aber schon beachtlich. (2,75 Sterne/ZM/7.1.17)

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