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Robert De Niro
Robert De Niro ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent. Er wurde am 17. August 1943 an einem Dienstag in New York City als Robert Mario De Niro Jr. geboren und ist 66 Jahre alt. Auf der Leinwand wird er manchmal auch als Robert De Niro Jr., Bobby DeNiro, Robert DeNiro oder Robert Denero erwähnt.
Biografie
thumb|upright|Robert De Niro beim Karlovy Vary International Film Festival (2008)
Robert Mario De Niro Jr.<ref>http://www.prosieben.de/kino_dvd/stars/starportraits/archiv/persons/2127/Robert-de-Niro</ref> (* 17. August 1943 in New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, zweifacher Oscarpreisträger, Filmregisseur und Produzent irisch-italienischer Abstammung. Er gilt als einer der herausragendsten Charakterdarsteller des zeitgenössischen US-amerikanischen Films.

Leben
Robert De Niro stammt aus einer New Yorker Künstlerfamilie, seine Mutter Virginia Admiral war Malerin, sein Vater Robert war Maler, Bildhauer und Dichter. Aufgewachsen ist er im New Yorker Stadtteil Little Italy in Manhattan. Zum ersten Mal stand De Niro mit zehn Jahren als ängstlicher Löwe in Der Zauberer von Oz auf der Bühne. Mit 16 Jahren verdiente er bei einem Tournee-Theater seinen ersten Scheck als Schauspieler im Stück Der Bär von Anton Tschechow.
Robert De Niros erster Film war The Wedding Party, 1963 von Brian De Palma gedreht, jedoch erst 1969 aufgeführt. International bekannt wurde er dann 1973, als er für sein Porträt des sterbenden Baseballspielers Bruce Person in Bang the Drum Slowly den „New York Film Critics Award“ als bester Schauspieler gewann. Im selben Jahr spielte er in Hexenkessel das erste Mal unter der Regie von Martin Scorsese. Insgesamt wirkte De Niro in acht Filmen von Scorsese mit, darunter Klassiker wie Taxi Driver, Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia und Casino. Für seine Rolle als Vito Corleone (in der filmischen Retrospektive der Part von Marlon Brando als junger Mafioso) in Francis Ford Coppolas Der Pate - Teil 2 aus dem Jahr 1974 gewann Robert De Niro als bester Nebendarsteller seinen ersten Oscar und avancierte dadurch zu einem der Stars in Hollywood.

Einen Oscar als bester Schauspieler (Hauptdarsteller) gab es für seine Rolle in Martin Scorseses Film Wie ein wilder Stier. 27 Kilogramm an Gewicht legte De Niro für die Rolle des alternden Boxers Jake LaMotta in diesem Film zu. Dies gilt bis heute als Höhepunkt des Method Acting. Im Jahr 1999 drehte er dann mit Billy Crystal die Mafia-Komödie Reine Nervensache, die weltweit zum Kassenschlager wurde. Bereits 2000 folgte mit Meine Braut, Ihr Vater und ich der nächste Hit, der vier Jahre später durch Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich und mit Dustin Hoffman und Barbra Streisand an seiner Seite eine recht erfolgreiche Fortsetzung erfuhr. Im Jahr 2005 kam dann mit Hide and Seek wieder ein Thriller in die Kinos, der als solider Vertreter dieses Genres gilt.

Bereits 1993 hatte Robert De Niro mit In den Straßen der Bronx sein Regie-Debüt vorgelegt. Im Jahr 2006 verwirklichte er mit Der gute Hirte seine zweite Regiearbeit, wobei er für die Hauptrollen Matt Damon und Angelina Jolie aussuchte. Er übernahm bei diesem Film auch die Produktion und trat selbst als Schauspieler in Erscheinung. Der Film spielte in den USA 60 Mio. und im Rest der Welt weitere rund 40 Mio. US-Dollar ein, wodurch sich die hohen Produktionskosten mehr als amortisierten. Ebenfalls 2006 drehte De Niro mit Der Sternwanderer noch einen Fantasy-Film, in dem er eine Nebenrolle übernahm.

Sein Hauptbetätigungsfeld war und ist jedoch der Gangsterfilm, so spielt er 2008 in dem Film Kurzer Prozess – Righteous Kill nach Heat und dem zweiten Teil des Paten bereits das dritte Mal neben Al Pacino. Auch für den Film The Winter of Frankie Machine - geplante Veröffentlichung ist 2010 - kündigte er an, wieder einen Mafioso darzustellen.

Robert De Niro gilt neben Schauspielkollegen wie Al Pacino, Dustin Hoffman, Robert Redford und Jack Nicholson als einer der besten amerikanischen Charakterdarsteller der Gegenwart. Unter Filmkritikern werden vor allem seine Rollen in den 70ern und 80ern als die interessantesten, weil ambivalentesten, in der Branche angesehen. So drehte er mit großen Regisseuren wie etwa Francis Ford Coppola, Bernardo Bertolucci, Sergio Leone, Terry Gilliam, Michael Cimino, Martin Scorsese oder Martin Ritt.

Die deutsche Synchronstimme De Niros stammt in der Regel von Christian Brückner. In einigen Filmen wird er auch von Joachim Kerzel synchronisiert. Im Film Hexenkessel war Rolf Zacher der Synchronsprecher.

thumb|Robert De Niro bei einer Pressekonferenz auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1998

Ihm gehört auch eine New Yorker Produktionsfirma namens Tribeca. Um sie finanziell zu stützen, richtete er in den letzten Jahren seine Filmauswahl zunehmend am Mainstream-Geschmack aus und drehte fast nur noch eingängige Krimis und Komödien, in denen er seine Rollen immer häufiger als Parodien früherer Rollen anlegte. Die letzte seiner sechs Oscar-Nominierungen stammt vielleicht auch deshalb aus dem Jahre 1991.

1997, während der Dreharbeiten zu Ronin in Frankreich, wurde De Niro von der französischen Polizei festgenommen, da er sich weigerte, einen Verhörtermin wegen seiner Beziehung zu einer Prostituierten wahrzunehmen.

Im November 2004 schließlich heiratete Robert De Niro auf seiner Farm in den Catskill Mountains, unweit von New York – nach einer Scheidung, die jedoch nie rechtskräftig wurde – seine zehn Jahre jüngere Frau Grace Hightower zum zweiten Mal. Gäste und Trauzeugen waren unter anderem Regisseur Martin Scorsese, Hollywood-Diva Meryl Streep und Schauspiel-Kollege Ben Stiller. Aus der Verbindung zu Hightower, die bereits 1997 legalisiert wurde, ging ein 1998 geborener Sohn hervor.

Eines seiner bekanntesten Zitate ist: „Ich könnte auch ein Schnitzel spielen!“<ref>[http://www.gala.de/starbase/31607/Robert-de-Niro-Ich-koennte-auch-ein-Schnitzel-spielen.html „Ich könnte auch ein Schnitzel spielen!“ – Starbase auf Gala.de – Bild 1]</ref>

Filme
Schauspieler
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 • 1968: Greetings – Grüße
 • 1969: The Wedding Party
 • 1969: Wer die Killer ruft (Sam's Song)
 • 1970: Hi, Mom!
 • 1970: Bloody Mama
 • 1971: Pforte zur Hölle (Born to Win)
 • 1971: Jennifer on My Mind
 • 1971: Wo Gangster um die Ecke knallen (The Gang That Couldn't Shoot Straight)
 • 1973: Hexenkessel (Mean Streets)
 • 1973: Bang the Drum Slowly
 • 1974: Der Pate – Teil 2 (The Godfather, Part II)
 • 1976: Der letzte Tycoon (The Last Tycoon)
 • 1976: 1900 (Novecento)
 • 1976: Taxi Driver
 • 1977: New York, New York
 • 1978: Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter)
 • 1980: Wie ein wilder Stier (Raging Bull)
 • 1981: Fesseln der Macht (True Confessions)
 • 1983: King of Comedy
 • 1984: Es war einmal in Amerika (Once Upon a Time in America)
 • 1985: Brazil
 • 1985: Der Liebe verfallen (Falling in Love)
 • 1986: The Mission
 • 1987: Dear America: Letters Home from Vietnam
 • 1987: Angel Heart
 • 1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen (The Untouchables)
 • 1988: Midnight Run – Fünf Tage bis Mitternacht (Midnight Run)
 • 1989: Wir sind keine Engel (We're No Angels)
 • 1989: Jacknife
 • 1990: Zeit des Erwachens (Awakenings)
 • 1990: Stanley und Iris (Stanley & Iris)
 • 1990: Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas)
 • 1991: Kap der Angst (Cape Fear)
 • 1991: Schuldig bei Verdacht (Guilty by Suspicion)
 • 1991: Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen (Backdraft)
 • 1992: Die Nacht von Soho (Night And The City)
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 • 1992: Mistress – Die Geliebte von Hollywood
 • 1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale)
 • 1993: Sein Name ist Mad Dog (Mad Dog and Glory)
 • 1993: This Boy’s Life
 • 1994: Mary Shelleys Frankenstein
 • 1995: Casino
 • 1995: Heat
 • 1996: Der Fan (The Fan)
 • 1996: Sleepers
 • 1996: Marvins Töchter (Marvin's Room)
 • 1997: Cop Land
 • 1997: Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (Wag the Dog)
 • 1997: Jackie Brown
 • 1998: New York City... Come Visit the World (Dokumentation)
 • 1998: Große Erwartungen (Great Expectations)
 • 1998: Ronin
 • 1999: Reine Nervensache (Analyze This)
 • 1999: Makellos (Flawless)
 • 2000: Die Abenteuer von Rocky & Bullwinkle (The Adventures of Rocky & Bullwinkle)
 • 2000: Men of Honor
 • 2000: Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet the Parents)
 • 2001: 15 Minuten Ruhm (15 Minutes)
 • 2001: The Score
 • 2002: Showtime
 • 2002: City by the Sea
 • 2002: Reine Nervensache 2 (Analyze That)
 • 2004: The Bridge of San Luis Rey
 • 2004: Godsend
 • 2004: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet the Fockers)
 • 2004: Große Haie – Kleine Fische, Stimme von Don Lino
 • 2005: Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken (Hide & Seek)
 • 2006: Der gute Hirte (The Good Shepherd)
 • 2007: Der Sternwanderer (Stardust)
 • 2008: Inside Hollywood (What Just Happened?)
 • 2008: Kurzer Prozess – Righteous Kill
<!--* * * * BITTE WARTEN bis die Filme ERSCHIENEN SIND und der deutsche Verleihtitel feststeht * * * *-->
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Regisseur
 • 1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale)
 • 2006: Der gute Hirte

Produktion
 • 1992: Halbblut
 • 1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale)
 • 1996: Der Hochzeitstag (Faithful)
 • 1998: Der Pate von Manhattan
 • 1999: Makellos (Flawless)
 • 2000: The Adventures of Rocky & Bullwinkle
 • 2000: Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet the Parents)
 • 2001: Prison Song
 • 2002: About a Boy oder: Der Tag der toten Ente
 • 2004: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet the Fockers)
 • 2004: Stage Beauty
 • 2005: Rent
 • 2006: Der gute Hirte (The Good Shepherd)
 • 2007: What Just Happened?
 • 2007: Film über die Bandgeschichte der britischen Rockband Queen
 • 2009: Public Enemies

Auszeichnungen
Academy Awards
 • 1974: Bester Nebendarsteller (Der Pate II)
 • 1976: Nominierung bester Hauptdarsteller (Taxi Driver)
 • 1978: Nominierung bester Hauptdarsteller (Die durch die Hölle gehen)
 • 1980: Bester Hauptdarsteller (Wie ein wilder Stier)
 • 1990: Nominierung bester Hauptdarsteller (Zeit des Erwachens)
 • 1991: Nominierung bester Hauptdarsteller (Kap der Angst)

Weitere Auszeichnungen
 • 1973: New York Film Critics Circle: Best Supporting Actor, Mean Streets and Bang the Drum Slowly
 • 1973: National Society of Film Critics: Best Supporting Actor, Mean Streets
 • 1976: New York Film Critics Circle: Best Actor, Taxi Driver
 • 1976: Los Angeles Film Critics Association: Best Actor, Taxi Driver
 • 1976: National Society of Film Critics: Best Actor, Taxi Driver
 • 1977: Golden Globe Nominierung (Drama), Taxi Driver
 • 1978: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), New York, New York
 • 1979: Golden Globe Nominierung (Drama), The Deer Hunter
 • 1980: New York Film Critics Circle: Best Actor, Raging Bull
 • 1980: Los Angeles Film Critics Association: Best Actor, Raging Bull
 • 1980: National Board of Review: Best Actor, Raging Bull
 • 1980: Golden Globe: Best Actor in a Motion Picture (Drama), Raging Bull
 • 1987: Theatre World Award, Cuba and His Teddy Bear
 • 1989: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Midnight Run
 • 1990: New York Film Critics: Best Actor, Goodfellas and Awakenings
 • 1990: National Board of Review: Best Actor, Awakenings
 • 1992: Golden Globe Nominierung (Drama), Cape Fear
 • 1993: Venice Film Festival: Career Award
 • 2000: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Analyze This
 • 2001: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Meet the Parents
 • 2003: AFI Life Achievement Award des American Film Institute
 • 2008: Goldene Kamera für sein Lebenswerk

Weiterhin erhielt er 6 BAFTA Award Nominierungen.

Literatur
 • Sabine Horst (Hrsg.): Robert De Niro (film: 12). Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-929470-82-9
 • Meinolf Zurhorst: Robert De Niro. Seine Filme - sein Leben. Heyne-Filmbibliothek, Band 108, 4. Auflage. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-00121-4

Einzelnachweise
<references/>
Filmografie
Hinter der Kamera
Produktion:
Rent 2006
Regie:
Vor der Kamera
Inside Hollywood 2009 (Ben)
Der Sternwanderer 2007 (Captain Shakespeare)
Der gute Hirte 2007 (General Bill Sullivan)
Godsend 2004 (Richard Wells)
Taxi Driver 1976 (Travis Bickle)
Am Mikrofon
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