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Rolf Zacher
Rolf Zacher war ein deutscher Künstler, Entertainer, Schauspieler und Musiker. Er wurde am 28. März 1941 an einem Freitag in Berlin als Rolf-Dieter Zacher geboren und ist am 3. Februar 2018 an einem Samstag in Rendsburg verstorben. Er ist 76 Jahre alt geworden.
Biografie
mini|hochkant|Rolf Zacher auf der [[Internationale Filmfestspiele Berlin 2010|Berlinale 2010]]
Rolf-Dieter Zacher (* 28. März 1941 in Berlin; † 3. Februar 2018 in Büdelsdorf<ref></ref>) war ein deutscher Künstler, Entertainer, Schauspieler, Synchronsprecher und Musiker. Er war in rund 200 Produktionen im Bereich Film und Fernsehen als Darsteller zu sehen.

Werdegang
Entdeckt wurde Zacher durch Peter Lilienthals Regieassistenten, dem er zufällig auf der Straße auffiel. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule „Der Kreis“ (Fritz-Kirchhoff-Schule) in Berlin. Zacher spielte in über 200 deutschen Fernsehfilmen und -serien mit. Meist stellte er mit Berliner Schnauze und Witz Figuren dar, die am Rande der Gesellschaft stehen.

In einer seiner ersten Filmrollen spielte Zacher 1966 in Lautlose Waffen neben Hollywood-Stars wie Roddy McDowall und Montgomery Clift, der hier in seiner letzten Rolle zu sehen war.<ref>[http://www.imdb.com/title/tt0060295/?ref_=filmo_li_tt imdb.com: Lautlose Waffen]</ref> Mehr Aufmerksamkeit erhielt der Fernsehfilm Der Griller zwei Jahre später. Im selben Jahr war er auch im Kinoerfolg Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung und dem Nachfolger Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft (1969) zu sehen.

Mit der Rolle des Kleinganoven Henry in Endstation Freiheit (1980) wurde er einem größeren Publikum bekannt und erhielt für diesen Film 1982 den Bundesfilmpreis. Zwischen 1972 und 2006 spielte er auch in neun Fernsehfilmen der Tatort-Reihe mit. Er war in vier aufeinanderfolgenden Jahrzehnten jeweils mindestens in einem zu sehen. Unter anderem spielte er in Der gelbe Unterrock einen Gauner im Drogenmilieu. Dies war charakteristisch für sein Rollenfach. Ein Kritiker nannte ihn auch „den besten Kleinganoven des deutschen Kinos“.<ref Name=dw></ref>

2009 wirkte Zacher in der ARD-Telenovela Rote Rosen mit.

Als Synchronsprecher lieh Zacher seine Stimme unter anderem Nicolas Cage (Arizona Junior, Wild at Heart), Gabriel Byrne (Fräulein Smillas Gespür für Schnee) und Robert De Niro (Hexenkessel). Zudem moderierte er von 1989 bis in die ersten Jahre der 1990er das Magazin Auf Video sehen auf Sat.1, wo Neuerscheinungen auf VHS-Videos vorgestellt wurden.<ref>[http://www.fernsehserien.de/auf-videosehen Auf Video sehen bei fernsehserien.de]</ref>

Zacher betätigte sich auch musikalisch. So war er für die Songs H.G. Wells’ Take Off und Deutsch Nepal Gastsänger bei der Rockband Amon Düül II und mit dieser fast ein Jahr auf Tournee. Später brachte er unter eigenem Namen die Maxisingle Langsam (wird alles besser) heraus, die von Abi Ofarim produziert wurde. Im Jahr 2005 absolvierte er eine Tournee des Kulturimpresarios Michael Schmelich mit dem von Andy Ludyk und den Jazzkantine-Brüdern Jan-Heie und Dirk Erchinger produzierten Hörbuchprojekt Rolf trifft Zacher vs. D-Phunk (fünf Sterne im Rolling-Stone-Magazin). Anschließend spielte er in dem Musical Gabba Gabba Hey um die US-amerikanische Punkrock-Gruppe Ramones eine der Hauptrollen. 2007 absolvierte Zacher Gastauftritte für das Rap-Album Mach et einfach des Rap-Duos Icke & Er. Ende 2008 erschien seine eigene CD Latest Hits. Gelegentlich trat er während seiner Lesungen mit der deutschen Rock-Band Big Bad Shakin’ auf und sang dabei unter anderem Titel von Gene Vincent, Jerry Lee Lewis und Elvis Presley.

2003 erschienen Zachers Memoiren Endstation Freiheit.<ref></ref> 2015 übernahm er nach langer Kameraabstinenz die Hauptrolle im Musikvideo Erster Tag der Band Rauschenberger. Im Januar 2016 war Zacher ein Teilnehmer der Fernsehsendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, bis er die Sendung nach acht Tagen aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste.<ref>[http://www.rp-online.de/panorama/fernsehen/rolf-zacher-hat-das-dschungelcamp-offenbar-verlassen-aid-1.5712791 rp-online.de: Rolf Zacher hat das Dschungelcamp verlassen]</ref>

Privates
mini|Rolf Zacher und [[André Mewis 2011]]
Zacher wuchs nach dem Krieg zunächst in der Nähe von Angermünde auf und zog Mitte der 1950er Jahre nach Berlin-Kreuzberg. Dort lebte er im Umfeld des Malers Kurt Mühlenhaupt. Zunächst absolvierte er eine Konditorenlehre und verdiente sich später neben seiner Theaterausbildung Geld als Rock-’n’-Roll-Tänzer in einem Lokal von Rolf Eden in Berlin. Nach eigenen Angaben war er der drittbeste Rock-’n’-Roll-Tänzer von Berlin und erhielt pro Abend zwischen 50 und 100 DM als Gage.

Nach dem Drehschluss von Lautlose Waffen 1966 kaufte sich Zacher einen Porsche, mit dem er einen schweren Unfall hatte. Gegen die Schmerzen seiner dabei erlittenen Rückenverletzung wurden ihm morphiumhaltige Medikamente verabreicht. Als diese nicht mehr halfen, versuchte er, die Schmerzen mit Heroin zu bekämpfen. Infolgedessen wurde er heroinabhängig, arbeitete aber weiter, ohne dass seine Sucht anfangs auffiel. Nach über 70 Entziehungsversuchen und mehreren Freiheitsstrafen gelang es ihm in den späten 1980er Jahren, seine Sucht zu überwinden.

Aus einer kurzen Ehe mit Gisela Getty stammt die Tochter Anna Zacher (* 1972), die unter dem Namen Anna Getty als Schauspielerin und Produzentin tätig ist.<ref>[http://www.imdb.com/name/nm0004956 Anna Getty] in der Internet Movie Database</ref><ref>[https://www.politico.com/blogs/under-the-radar/2012/02/anna-getty-may-have-renounced-us-citizenship-113243 Anna Getty may have renounced U.S. citizenship], Politico, 2. Februar 2012</ref>
Zacher war Veganer.<ref Name=Zeit></ref>

Im Jahre 2015 zog Zacher von Berlin nach LĂĽbeck. Seit 2017 lebte er in einem Pflegeheim in Hamburg oder bei Rendsburg,<ref name="Die Welt"></ref> wo er am 3. Februar 2018 starb.<ref Name=Zeit/><ref Name=westf></ref>

Filmografie (Auswahl)
Filme
<div style="">
 • 1961: Zu jung fĂĽr die Liebe?
 • 1964: Das siebente Opfer
 • 1965: Gestatten – Mein Name ist Cox (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1965: Es
 • 1966: Lautlose Waffen
 • 1967: Kuckucksjahre
 • 1967: Tamara
 • 1968: Der Griller
 • 1968: Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung
 • 1968: Der Partyphotograph
 • 1969: Helgalein
 • 1969: Wenn sĂĽĂź das Mondlicht auf den HĂĽgeln schläft
 • 1970: Mädchen mit Gewalt
 • 1970: o.k.
 • 1971: Lenz
 • 1971: Jaider – der einsame Jäger
 • 1971: Cream – Schwabing-Report
 • 1972: Tatort – Strandgut
 • 1972: Liebe so schön wie Liebe
 • 1972: Harlis
 • 1973: Chapeau Claque
 • 1974: Tatort – 3:0 fĂĽr Veigl
 • 1974: Okay S.I.R. – Ein glatter Fall
 • 1975: Lieb Vaterland magst ruhig sein
 • 1975: Abelard – Die Entmannung
 • 1976: Paule Pauländer
 • 1977: Der Hauptdarsteller
 • 1978: Son of Hitler
 • 1980: Berlin Alexanderplatz
 • 1980: Tatort – Der gelbe Unterrock
 • 1980: Endstation Freiheit
 • 1982: Der Zauberberg
 • 1982: Die Frau mit dem roten Hut
 • 1982: Die Heartbreakers
 • 1983: Schwarzfahrer
 • 1984: Annas Mutter
 • 1984: Tapetenwechsel
 • 1984: Eine Art von Zorn
 • 1985: Tatort – Miese Tricks
 • 1985: Der Formel Eins Film
 • 1985: Tatort – Das Haus im Wald
 • 1986: Peng! Du bist tot!
 • 1986: Heidenlöcher
 • 1987: Gambit (Fernsehzweiteiler)
 • 1987: Der Sommer des Falken
 • 1987: Zum Beispiel Otto Spalt
 • 1988: Die Venusfalle
 • 1988: Rosinenbomber
 • 1989: Tatort – Blutspur
 • 1989: Schweinegeld
 • 1990: Bei mir liegen Sie richtig
 • 1992: Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten
 • 1992: Tatort – Blindekuh
 • 1993: Der Brocken
 • 1994: Voll normaaal
 • 1995: Die GebrĂĽder Skladanowsky
 • 1995: Unser Charly – Gewagter Einsatz
 • 1996: Aus heiterem Himmel
 • 1996: Ein Rucksack voller LĂĽgen
 • 1998: Letzte Chance fĂĽr Harry
 • 1998: Federmann
 • 1998: Polizeiruf 110 – Mordsmäßig Mallorca
 • 1998: Polizeiruf 110 – Discokiller
 • 1999: Voll auf der Kippe
 • 1999: Stan Becker – Echte Freunde
 • 2000: Maximum Speed
 • 2002: Väter
 • 2004: Männer wie wir
 • 2005: Andersrum
 • 2006: Tatort: Bienzle und der Tod in der Markthalle
 • 2008: Chaostage – We Are Punks!
 • 2009: Lulu & Jimi
 • 2009: Die Liebe und Viktor
 • 2010: Frösche petzen nicht
 • 2010: Die Friseuse
 • 2010: Jud SĂĽĂź – Film ohne Gewissen
 • 2013: Quellen des Lebens
 • 2013: Hochzeiten 2
 • 2013: Ohne Gnade
 • 2014: Quatsch und die Nasenbärbande
 • 2015: Tod den Hippies!! Es lebe der Punk
 • 2016: Mann im Spagat: Pace, Cowboy, Pace
</div>

Serien und Fernsehshows
<div style="column-width: 30em">
 • 1965: Gestatten – mein Name ist Cox (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1968: Polizeifunk ruft (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1973: DrĂĽben bei Lehmanns (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1974: Unter einem Dach (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1974: Okay S.I.R. (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1976: Ein Fall fĂĽr Stein (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1979: Die Protokolle des Herrn M. – Schlesier-Grete (Fernsehserie)
 • 1979: Parole Chigago (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1980: Der ganz normale Wahnsinn (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1981: Meister Eder und sein Pumuckl
 • 1981, 1992: Auf Achse (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1982: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Fernsehserie, fĂĽnf Folgen)
 • 1982: Die fĂĽnfte Jahreszeit (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1983–1992: BĂĽro, BĂĽro (Fernsehserie, sechs Folgen)
 • 1983: Die Krimistunde (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1984: Angelo und Luzy (Fernsehserie, sechs Folgen)
 • 1985, 1988, 1990, 1996: Der Fahnder (Fernsehserie, vier Folgen)
 • 1987: Der Ochsenkrieg (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1987, 1996: Praxis BĂĽlowbogen (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1988, 1990, 1994: Liebling Kreuzberg (Fernsehserie, vier Folgen)
 • 1988, 1995: Ein Fall fĂĽr zwei (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1988: Oh Gott, Herr Pfarrer (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1989: Knastmusik (Fernsehserie, 32 Folgen)
 • 1990: Abenteuer Airport (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1990: Mit Leib und Seele (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1991: Derrick (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1992: Unser Lehrer Doktor Specht (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1992, 1993: Marienhof (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1993: Cluedo: Das Mörderspiel (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1993: Wildbach (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1993, 1999: Wolffs Revier (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 1994, 1996, 2000: Der Havelkaiser (Fernsehserie, acht Folgen)
 • 1994: Cornelius hilft (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1994: Zwei alte Hasen (Fernsehserie, drei Folgen)
 • 1994: Zwei BrĂĽder (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1994: Die Männer vom K3 – Keine Chance zu gewinnen
 • 1995: GroĂźstadtrevier (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1996: Faust (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1997: Frauenarzt Dr. Markus Merthin (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1997, 2004, 2011: KĂĽstenwache (Fernsehserie, drei Folgen)
 • 1998: Alarm fĂĽr Cobra 11 - Die Autobahnpolizei (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1998: Adelheid und ihre Mörder (Fernsehserie, eine Folge)
 • 1999, 2001: Im Namen des Gesetzes (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 2000: Dr. Sommerfeld – Neues vom BĂĽlowbogen (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2000: Die Wache (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2000: Max & Lisa (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2001: Klinikum Berlin Mitte – Leben in Bereitschaft (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2001: Die Kumpel (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2003: Edel & Starck (Fernsehserie, drei Folgen)
 • 2005: SK Kölsch (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2008: Verbotene Liebe (Fernsehserie, drei Folgen)
 • 2009: In aller Freundschaft (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2009: Rote Rosen
 • 2010: Mord mit Aussicht (Fernsehserie, eine Folge)
 • 2011: Spezialeinsatz (Fernsehserie)
 • 2012: Das perfekte Promi-Dinner
 • 2016: Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! (Reality-Show)

</div>

Diskografie
mini|Zacher im Juni 2007
 • 1971: Tanz der Lemminge (Amon DĂĽĂĽl II) (Track B7: H.G. Wells Take-Off)
 • 1973: Wolf City (Amon DĂĽĂĽl II) (Track B3: Deutsch Nepal)
 • 1988: Langsam (wird alles besser) (Maxisingle)
 • 2004: Rolf trifft Zacher vs. D-Phunk (Doppel-Hörbuch u. Musik-CD)
 • 2007: Mach et einfach (Icke & Er)
 • 2008: Latest Hits
 • 2011: Danebenleben

Auszeichnungen
 • 1981: Deutscher Darstellerpreis – Chaplin-Schuh des Bundesverbandes der Fernseh- und Filmregisseure in Deutschland e. V.
 • 1982: Bundesfilmpreis fĂĽr Endstation Freiheit

Literatur
 • Rolf Zacher: Endstation Freiheit. Argon, 2003, ISBN 978-3596157488.

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Vor der Kamera
Quatsch und die Nasenbärbande 2014 (Richter der Weltrekorde)
Ohne Gnade 2013 (Alfons)
Quellen des Lebens 2013 (Erwin)
Die Friseuse 2010 (Joe)
Chaostage - We are Punks! 2009 (Nachrichtensprecher)
Lulu & Jimi 2009 (Lulus Vater Carli, Daddy Cool)
Männer wie wir 2004 (Karl)
Die Heartbreakers 1983 (Lisas Vater)
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