Biografie
thumb|Tom Schilling, Juni 2008 in Wien
Tom Schilling (* 10. Februar 1982 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben
Tom Schilling wurde im Alter von 12 Jahren auf dem Schulhof von Regisseur Thomas Heise angesprochen und für das Theaterstück "Im Schlagschatten des Mondes" am Berliner Ensemble engagiert. Dort trat Tom dann in den nächsten vier Jahren auch in anderen Stücken auf. Werner Schroeter besetzte ihn in "Moniseur Verdoux", Carmen Maja Antoni in "Der Ingwertopf", Andrea Sarti Tragelehn in "Das Leben des Galilei" sowie Stephan Lose in Kleists "Prinz von Homburg".
Nach einigen Rollen am Theater spielte er zunächst in der Tatort-Folge Kinder der Gewalt mit. Der Durchbruch gelang ihm im Jahr 2000 an der Seite von Robert Stadlober in dem Film Crazy nach dem gleichnamigen Roman von Benjamin Lebert. Mit Robert Stadlober zusammen drehte Schilling außerdem im Jahr 2003 den Film Verschwende deine Jugend und 2006 Schwarze Schafe (Tom Schilling und Robert Stadlober spielen hier zwei schwule Berliner Studenten). In Napola – Elite für den Führer spielte er an der Seite von Max Riemelt die zweite Hauptrolle. Außerdem spielte er 2007 in dem Kinofilm Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können den homosexuellen Sanitäter Krischl.
2009 wird er als junger Adolf Hitler in Urs Odermatts Verfilmung von George Taboris Mein Kampf zu sehen sein. Die Dreharbeiten begannen im April 2008 in Wien und setzten sich dann seit dem 6. Mai 2008 im sächsischen Zittau fort.
Tom Schilling ist seit 2006 Vater eines Jungen namens Oscar.<ref> neon.de: [http://www.neon.de/kat/freie_zeit/kino/207929.html Ich jammer nicht]. Interview vom 16. August 2007</ref>
Ursprünglich wollte Tom einmal Malerei studieren, blieb aber bei der Schauspielerei. Mit 18 machte er erfolgreich sein Abitur.
Aufgewachsen ist er in Berlin Mitte, ein Kind der DDR.
2006 bekam er ein Stipendium für die Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York.
Unter anderem sind Bob Dylan, Nick Cave und Leonard Cohen seine Idole.In den Büchern von Hermann Hesse findet er sich selbst wieder. Er selbst spielt Klavier und Gitarre.
Filmografie
• 1996: Hallo, Onkel Doc als Mark, Folge 3.5 Manege frei
• 1998: Der heiße Genuss <small>(Kurzfilm)</small> als Tom Schilling
• 1999: Tatort als Tobias ‚Tucky‘, Folge Kinder der Gewalt
• 1999: Schlaraffenland als Danny
• 2000: Crazy als Janosch Schwarze
• 2000: Der Himmel kann warten als Jo
• 2001: Tatort als Philip, Folge Tot bist Du!
• 2001: Herz im Kopf als Jakob
• 2002: Fetisch <small> (Kurzfilm) </small>
• 2002: Mehmet <small> (Kurzfilm) </small>
• 2002: Schlüsselkinder <small>(Kurzfilm)</small> als Torben
• 2002: Weil ich gut bin als Mücke
• 2002: Weichei <small>(Kurzfilm)</small>
• 2003: Verschwende deine Jugend als Harry
• 2004: Agnes und seine Brüder als Ralf Tschirner
• 2004: Egoshooter als Jakob
• 2004: Kurz – Der Film
• 2005: Napola – Elite für den Führer als Albrecht Stein
• 2005: Die letzte Schlacht als Horst Bandmann
• 2005: Einfache Leute
• 2005: Tatort als Tom Novak, Folge Wo ist Max Gravert?
• 2006: Elementarteilchen als Michael Jung
• 2006: Der Feind im Inneren (Joy Division) als Thomas
• 2006: Schwarze Schafe als Julian
• 2006: Wigald <small>(Kurzfilm)</small> als Wigald
• 2007: Einfache Leute als Sebastian Bode
• 2007: Pornorama als Bennie
• 2007: KDD – Kriminaldauerdienst als Androsch
• 2007: Neben der Spur als Marcel
• 2007: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken als Krischl
• 2008: Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe als Robert Zimmermann
• 2008: Tatort Der frühe Abschied als Patrick
• 2008: Mordgeständnis als Tobias
• 2008: Der Baader Meinhof Komplex als Josef Bachmann
• 2009: Bloch Folge Tod eines Freundes (Paul Seifert)
Audiografie
• 2003: Die Meute der Mórrígan (Pidge)
• 2003: Das Geheimnis der verborgenen Insel
• 2003: Hanni und Nanni und ihre Gäste (Peter)
Auszeichnungen
• 2008: Deutscher Fernsehkrimipreis für Tatort - Der frühe Abschied
• 2005: Undine Award
• *Bester jugendlicher Charakterdarsteller für Napola – Elite für den Führer
• *Publikumspreis
• 2000: Bayerischer Filmpreis Bester Nachwuchsdarsteller für Crazy
Einzelnachweise
<references/>
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