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Franka Potente
Franka Potente ist eine deutsche Schauspielerin. Sie wurde am 22. Juli 1974 an einem Montag in Münster, Westfalen, geboren und ist 44 Jahre alt. Auf der Leinwand wird sie manchmal auch als Franke Potente erwähnt.
Biografie
mini|Franka Potente, 2005
Franka Potente (* 22. Juli 1974 in MĂĽnster<ref> abgerufen am 13. Oktober 2008.</ref>) ist eine deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin.

Leben
Franka Potente wuchs als das ältere von zwei Kindern eines Lehrers und einer medizinisch-technischen Assistentin in Dülmen auf. Sie ging dort auf das Clemens-Brentano-Gymnasium. Ihr italienischer Nachname geht auf den sizilianischen Urgroßvater zurück, einen Dachdecker, der im 19. Jahrhundert nach Deutschland gekommen war.

Mit 17&nbsp;Jahren war sie als Austauschschülerin in Texas. 1994 machte sie in Dülmen das Abitur und begann in München an der Otto-Falckenberg-Schule eine Schauspielerausbildung, die sie jedoch nach zwei Jahren abbrach. Sie ging nach New York und belegte einen Kurs am Lee Strasberg Theatre and Film Institute. In einer Münchner Bar gab ihr eine Casterin ihre Karte. Potente rief sie eine Woche später an, was zu ihrer ersten Hauptrolle in Hans-Christian Schmids Film Nach Fünf im Urwald führte.<ref>rtv – Das Fernsehmagazin Ihrer Zeitung Nr. 43/2011, S. 4.</ref> Der französische Regisseur Henri Helman holte sie 1997 für eine Hauptrolle in Une vie pour une autre an der Seite von Line Renaud nach Frankreich.

Den Durchbruch zum Star bedeutete 1998 ihre Titelrolle in Tom Tykwers Film Lola rennt, der international Aufsehen erregte. Als künstlerisch ergiebig erwies sich 2000 eine weitere Zusammenarbeit mit Tykwer in Der Krieger und die Kaiserin. Es folgten einige Auftritte in Hollywood-Filmen, wie etwa 2001 Blow mit Johnny Depp und 2002 Die Bourne Identität mit Matt Damon. Potente, die wegen ihrer US-Karriere nach Los Angeles gezogen war, war jedoch mit der Qualität der ihr dort angebotenen Rollen nicht zufrieden.

2004 zog sie zurück nach Berlin. Im selben Jahr beteiligte sie sich mit dem Punkmusiker Bela B. der Band Die Ärzte an der Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA.<ref>[https://www.peta.de/franka-potente-und-bela-b-fuer-peta Franka Potente und Bela B. für PETA]. Auf: peta.de. Meldung vom 1. Juni 2004.</ref> Basierend auf ihrem Briefwechsel mit dem Kollegen Max Urlacher während der Zeit in Los Angeles erschien im September 2005 ein Buch unter dem Titel Los Angeles – Berlin. Ein Jahr. Für den Kurzfilm Der die Tollkirsche ausgräbt schrieb sie innerhalb von drei Tagen ein Drehbuch und führte später auch Regie. Der 43-minütige Film handelt von einer komödiantischen Liebesgeschichte am Tag des Waffenstillstands 1918 und verwendet Erzählweisen des frühen Stummfilmkinos. Die Uraufführung fand auf der Berlinale 2006 statt. Im selben Jahr war sie in Oskar Roehlers Michel-Houellebecq-Verfilmung Elementarteilchen zu sehen und drehte an der Seite von Eric Bana den Film Unter der Sonne Australiens, das Regiedebüt des australischen Schauspielers Richard Roxburgh. Für den Film wurde sie 2007 für den AFI-Award des Australian Film Institute als beste Hauptdarstellerin nominiert.<ref>[http://www.imdb.com/title/tt0462023/awards IMDb: Awards for Romulus, My Father], abgerufen am 9. Juni 2008.</ref>

Ab Mitte der sechsten Staffel der US-amerikanischen Serie The Shield spielte sie die Tochter eines armenischen Mafioso, die in dessen dunkle Machenschaften verwickelt ist. 2008 war sie in Steven Soderberghs Film Che – Guerrilla über das Leben Ernesto Che Guevaras die deutschstämmige Guerillakämpferin Tamara Bunke. In der von Bernd Eichinger geplanten Verfilmung des erfolgreichen Historienromans Die Päpstin war Potente ursprünglich für die Titelrolle der Päpstin Johanna vorgesehen, solange Volker Schlöndorff Regisseur war. Im Mai 2008 wurde jedoch bekanntgegeben, dass die Rolle an ihre Kollegin Johanna Wokalek ging.<ref>vgl. Zander, Peter: [http://www.spiegel.de/kultur/kino/bestseller-verfilmung-die-paepstin-vergib-uns-unser-debakel-a-656144.html Bestseller-Verfilmung „Die Päpstin“: Vergib uns unser Debakel]. In: spiegel.de, 22. Oktober 2009, S. 21.</ref>

2008 stand Potente für die von Wolfgang Panzer inszenierte Fernsehadaption Die Brücke des gleichnamigen Antikriegsromans Die Brücke von Manfred Gregor vor der Kamera, einer Neuverfilmung des erfolgreichen Kinofilms Die Brücke von Bernhard Wicki aus dem Jahr 1959. Ebenfalls 2008 stellte das Filmfest München den Film Die Hetzjagd vor, in dem sie die Nazijägerin Beate Klarsfeld spielt.

Im Mai 2009 veröffentlichte sie zusammen mit ihrem Personal Trainer Karsten Schellenberg ihr zweites Buch Kick Ass – Das alternative Workout. Im September 2009 war Potente zum Auftakt der 6. Staffel der Serie Dr. House als Gaststar der Doppelfolge „Broken“ in einer größeren Rolle zu sehen. Im August 2010 erschien ihr erster Erzählband „Zehn“. Im September 2010 spielte sie als Gaststar in der US-Serie Psych in der Folge „One, Maybe Two, Ways Out“ die Rolle der US-Spionin Nadia. 2012 übernahm sie die Rolle der Anne Frank in der Serie American Horror Story. Im Jahr 2014 spielt sie die Eleanore Nacht an der Seite von Diane Kruger und Demián Bichir in der US-Serie The Bridge – America.

Persönliches
Franka Potente war von 1998 bis 2002 mit dem deutschen Filmregisseur Tom Tykwer liiert, später mit dem US-amerikanischen Schauspieler Elijah Wood, mit dem sie den Film All I Want drehte, sowie mit dem amerikanischen Geschäftsmann Dio Hauser.<ref>Yvonne Kruse: [https://web.archive.org/web/20080904011223/http://www.vanityfair.de/articles/gesellschaft/boulevard/franka-potente/2008/08/19/10890 Lola liebt] In: vanityfair.de. Meldung vom 19. August 2008, abgerufen am 31. März 2019. (Memento des Originals vom 4. September 2008 im Internet Archive)</ref><ref>[http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,654514,00.html Franka Potente – Verlobung aufgelöst]. Auf: spiegel.de. Meldung vom 12. Oktober 2009.</ref> Seit 2012 ist Potente mit dem US-amerikanischen Schauspieler Derek Richardson verheiratet,<ref>[http://www.bz-berlin.de/leute/gleich-drei-ja-sager-im-spaetsommer-article1525807.html Gleich drei Ja-Sager im Spätsommer] In: B.Z. vom 23. August 2012, abgerufen 31. März 2019.</ref> mit dem sie in Los Angeles lebt. Sie haben zwei gemeinsame Töchter, die 2011 und 2013 geboren wurden.<ref></ref>

Werke
Film und Fernsehen
Schauspielerin
<div style="column-width:25em">
 • 1995: Nach FĂĽnf im Urwald
 • 1997: Die drei Mädels von der Tankstelle
 • 1997: Une vie pour une autre
 • 1997: Coming In
 • 1997: Easy Day
 • 1998: Opernball
 • 1998: Lola rennt
 • 1998: Bin ich schön?
 • 1999: Downhill City
 • 1999: Schlaraffenland
 • 2000: Anatomie
 • 2000: Der Krieger und die Kaiserin
 • 2001: Blow
 • 2001: Storytelling
 • 2002: Try Seventeen (All I Want)
 • 2002: Die Bourne Identität (The Bourne Identity)
 • 2003: Blueprint
 • 2003: The Fan – Schatten des Ruhms (I Love Your Work)
 • 2003: Anatomie 2
 • 2004: Die Bourne Verschwörung (The Bourne Supremacy)
 • 2004: Creep
 • 2006: Elementarteilchen
 • 2007: Unter der Sonne Australiens (Romulus, My Father)
 • 2007: Eichmann
 • 2007: The Shield – Gesetz der Gewalt (The Shield, Fernsehserie, drei Folgen)
 • 2008: Che – Guerrilla (Che – Part Two: Guerrilla)
 • 2008: Die Hetzjagd (La Traque)
 • 2008: Die BrĂĽcke
 • 2009: Dr. House (House, Fernsehserie, Folgen 6x01 & 6x02 „Einer flog in das Kuckucksnest (Teil 1 + 2)“)
 • 2010: Shanghai
 • 2010: Psych (Fernsehserie, Folge 5x09 Die Spionin, die mich liebte)
 • 2010: Valerie
 • 2011: Laconia (Fernsehfilm)
 • 2011: Beate Uhse – Das Recht auf Liebe (Fernsehfilm)
 • 2012–2013: Copper – Justice is brutal (Copper, Fernsehserie, 20 Folgen)
 • 2012: American Horror Story (Fernsehserie, zwei Folgen)
 • 2014: The Bridge – America (The Bridge, Fernsehserie, 12 Folgen)
 • 2016: Conjuring 2 (The Conjuring 2)
 • 2016: Dark Matter
 • 2016: Der Island-Krimi: Der Tote im Westfjord (Fernsehfilm)
 • 2016: Der Island-Krimi: Tod der Elfenfrau (Fernsehfilm)
 • 2017: Taboo (Fernsehserie, 7 Folgen)
 • 2018: Muse (Musa)
 • 2018: Claws (Fernsehserie, 10 Folgen)
 • 2018: Blanco (Fernsehfilm)
 • 2018: 25 km/h
 • 2018: Between Worlds
</div>

Regisseurin
 • 2006: Der die Tollkirsche ausgräbt (43-minĂĽtiger fast-SW-Stummfilm)

Autorin
 • 2006: Der die Tollkirsche ausgräbt, Drehbuch

Musik

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}}
| Quellen Singles = <ref>[http://www.chartsurfer.de/artist/franka-potente/songs-npnn.html Chartdiskografie]</ref><ref name="Ausz.">Auszeichnungen: [http://www.musikindustrie.de/nc/datenbank/#topSearch DE]</ref>
}}
Singles
 • 1998: Wish (Komm zu mir) aus dem Soundtrack von Lola rennt im Duett mit Thomas D
 • 1998: Running One, Running Two, Running Three aus dem Soundtrack von Lola rennt
 • 1998: Easy Day mit den Bananafishbones
 • 1998: Believe aus dem Soundtrack von Lola rennt
 • 2001: Wish aus dem Soundtrack von Hals ĂĽber Kopf

BĂĽcher
 • Mit Max Urlacher: Berlin–Los Angeles. Ein Jahr. Herder, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-451-28847-8.
 • Mit Karsten Schellenberg: Kick Ass – Das alternative Workout. Goldmann, MĂĽnchen 2009, ISBN 978-3-442-39161-5.
 • Zehn. Stories. Piper, MĂĽnchen/ ZĂĽrich 2010, ISBN 978-3-492-05423-2. (als Piper Taschenbuch 7367, 2012, ISBN 978-3-492-27367-1)
 • Allmählich wird es Tag. Roman. Piper, MĂĽnchen/ ZĂĽrich 2014, ISBN 978-3-492-05494-2.

Auszeichnungen
 • 1995: Bayerischer Filmpreis als Beste Nachwuchsschauspielerin (geteilt mit Heike Makatsch)
 • 1998:
 • * Bayerischer Fernsehpreis fĂĽr Opernball
 • * Bambi fĂĽr Lola rennt
 • * Genfer Filmpreis
 • * MTV Europe Music Award in der Kategorie MTV Select – Mitteleuropa (gemeinsam mit Thomas D; fĂĽr Wish (Komm Zu Mir))
 • * Shooting Star auf der Berlinale
 • 1999: Deutscher Filmpreis als Schauspielerin des Jahres fĂĽr Lola rennt
 • 2000: Deutscher Filmpreis als Schauspielerin des Jahres fĂĽr Anatomie
 • 2002: Deutscher Videopreis
 • 2002: Capo Ciceo Preis, deutsch-italienischer Kulturpreis

Literatur
 • Bettina Flitner: Frauen mit Visionen – 48 Europäerinnen. Mit Texten von Alice Schwarzer. Knesebeck, MĂĽnchen 2004, ISBN 3-89660-211-X, S. 172–175.
 • Alice Schwarzer: Franka Potente, Schauspielerin in: Alice Schwarzer porträtiert Vorbilder und Idole. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 978-3-462-03341-0, S. 62–70. (Erstveröffentlichung in EMMA 1/2002)
 • Stephanie von Selchow (Hrsg.); Stefanie Harjes (Illustrationen): Siehst du den Horizont? Franka Potente, ZoĂ« Jenny, Franziska van Almsick, Melanie Rohde, Renate Schmidt u. v. a. ĂĽber ihr Leben. Aare by Sauerländer, Aarau / Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-7941-4760-X.

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Hinter der Kamera
Vor der Kamera
Valerie 2011 (Valerie)
Shanghai 2011 (Leni)
Che - Guerrilla 2009 (Tania (Haydee Tamara Bunke Bider))
Elementarteilchen 2006 (Annabelle)
Creep 2005 (Kate)
Der Krieger + die Kaiserin 2000 (Simone 'Sissi' Schmidt)
Lola rennt 1998 (Lola)
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