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Atze Schröder
Atze Schröder ist ein deutscher Komiker. Er wurde am 27. September 1965 an einem Montag in Emsdetten als Thomas Schröder geboren und ist 44 Jahre alt.
Biografie
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---- ZUR NENNUNG DES BÜRGERLICHEN NAMENS
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---- Bitte den bürgerlichen Namen nicht ohne genaues Nachdenken im Artikel
---- nennen, auf jedem Fall erst mal die Diskussionen hierzu beachten,
---- insbesondere das Archiv1:
---- http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Atze_Schr%C3%B6der/Archiv1
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---- Dabei geht es nicht nur um die rechtliche Situation, sondern auch darum
---- ob der bürgerliche Name tatsächlich eine ausreichend relevante
---- Information ist, die hier genannt werden muss.
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---- Übrigens, ein Recht alles über jeden anderen erfahren zu dürfen bzw.
---- verbreiten zu dürfen gibt es auch durch Internet und Wikipedia noch nicht,
---- die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen gelten auch hier.
---- Unbedingt auch die Informationen zu den Rechtsstreiten im Artikel
---- beachten, besonders das Berliner Urteil.
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---- Jedem Autor sollte klar sein, dass er selbst durch die Namensnennung
---- möglicherweise einen Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht begeht.
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Atze Schröder ist eine Bühnenfigur aus der deutschen Comedyszene. Ihr Erfinder und Darsteller tritt mit ihr seit 1995 auf Kleinkunst-Bühnen und in Comedy-Fernsehshows auf. Seine bürgerliche Identität versucht der Darsteller gegenüber der Öffentlichkeit verborgen zu halten.

Fiktive Biografie
Die Kunstfigur Atze Schröder wurde am 27. September 1965 als Thomas Schröder im Essener Stadtteil Kray geboren.<ref>RTL.de: [http://www.rtl.de/tv/tv_887419.php Der doppelte Schröder – Wie ist der wahre Atze?]</ref> Er machte zunächst eine Ausbildung zum Tanzlehrer und begann ein Studium der Soziologie. 1982 war er deutscher A-Jugend-Meister im Gerätturnen.

Darbietung
Atze Schröder war ab 1995 auf deutschen Kleinkunstbühnen zu sehen, u.&nbsp;a. im Schmidt-Theater in Hamburg und beim Köln Comedy Festival, worauf eine erfolgreiche Deutschland-Tournee folgte. Atze Schröder wurde im Fernsehen das erste Mal in der RTL-Comedy-Talkshow T.V. Kaiser dargestellt, damals in der Combo „Die The Proll“ zusammen mit „Amaretto von Bali“ und „Jonas Wagner aus dem 10. Stock“.

Größere Bekanntheit erlangte die Figur durch Stand-up-Comedy-Auftritte im Quatsch Comedy Club (ProSieben) und durch die Fernsehsendung Alles Atze (RTL). Im Kinofilm 7 Zwerge (2004) mit Otto Waalkes kommt der Figur die Rolle eines Hofnarren zu.

Außerdem fungierte Atze Schröder in den Jahren 2000 sowie 2002 bis 2007 als Moderator des Deutschen Comedypreises.

Rechtsstreite um Nennung der bürgerlichen Identität des Künstlers

Der Komödiant, der die Figur erfunden hat und als ihr Darsteller agiert, tritt öffentlich nur unter dem Pseudonym Atze Schröder auf. Gegen die Veröffentlichung seines bürgerlichen Namens geht er auch gerichtlich vor. Bisher wurden zwei Rechtsstreite gegen eine Nennung seines bürgerlichen Namens in den Medien bekannt. Einer davon betraf einen Artikel des Weser-Kuriers, dem schließlich per Urteil die Namensnennung untersagt wurde. In einem zweiten Rechtsstreit sollte gegen die Namensnennung in der deutschen Wikipedia vorgegangen werden, diese Klage wurde aber später zurückgezogen.

Rechtsstreit zur Namensnennung im Weser-Kurier
Gegen die Veröffentlichung seines bürgerlichen Namens im Weser-Kurier vom 20. Dezember 2006 reichte er Klage beim Landgericht Berlin ein, welcher stattgegeben wurde (auch eine Berufung beim Kammergericht wurde mangels Erfolgsaussichten abgelehnt).<ref>Pressemitteilung [http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/kg/presse/archiv/20070314.1055.74411.html 14/2007] des Kammergerichts zum Urteil des Landgerichts Berlin vom 14.03.2007 (Az. 27 O 72/07, Az. 10 U 92/07).</ref> Das Gericht wertete damit das Persönlichkeitsrecht des Comedian, anonym zu bleiben, höher als das Interesse der Öffentlichkeit auf die Offenlegung seiner Identität. In der Urteilsbegründung<ref>Jurion.de: [http://www.jurion.de/newsletter.jsp?vid=3K88461&mref=s1503200728 Vollständiger Text der Urteilsbegründung] zu vorgenannten Urteil</ref> sah das Gericht das Interesse der Öffentlichkeit an dem richtigen Namen als reine Neugier an und billigte dem Künstler das Recht zu, außerhalb der Auftritte unerkannt zu bleiben, da er Berufs- und Privatleben konsequent trennt. Außerdem wies das Gericht darauf hin, dass die Veröffentlichung des Namens nicht dadurch gerechtfertigt werden kann, dass dieser auch durch andere Stellen veröffentlicht wird.

Rechtsstreit um den Wikipedia-Artikel
Wegen der Nennung des bürgerlichen Namens im Wikipedia-Artikel erhielt Arne Klempert, Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland e. V. und Inhaber der Domain <tt>wikipedia.de</tt>, im Dezember 2006 eine Abmahnung mit der Aufforderung, entweder dafür zu sorgen, dass im Artikel der bürgerliche Name nicht mehr genannt wird oder die Weiterleitung von <tt>www.wikipedia.de</tt> auf die Seiten der Wikipedia zu unterlassen sei. Da die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben wurde, reichte der Komiker im März 2007 Klage am Landgericht Hamburg ein. Die Klage zog er aber später wieder zurück, der bürgerliche Name von Atze Schröder wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Artikel genannt.<ref>heise online: [http://www.heise.de/newsticker/meldung/89650 Atze Schröder gegen Wikipedia], 11. Mai 2007</ref> Allerdings versuchte der Künstler die Kosten des Verfahrens trotz Rückzug der Klage dem Beklagten aufzuerlegen. Das Landgericht Hamburg stellte per Beschluss fest, dass der Künstler die Kosten zu tragen habe.<ref>[http://recentchanges.de/blog/2007/06/atze-muss-zahlen/ Atze muss zahlen]</ref> Begründet wurde die Kostenentscheidung dadurch, dass der Künstler keine Gründe vorgebracht hat, warum sein Interesse auf Anonymität das Interesse der Öffentlichkeit, seinen Namen zu erfahren, überwiegen würde; schließlich habe er durch seine Auftritte und die verkörperte Figur dieses Interesse der Öffentlichkeit selbst geweckt.

Filmografie
Fernsehen
 • 1999-2006: Alles Atze
 • seit 2008: Atzes Sommer

Filme
 • 2004: 7 Zwerge – Männer allein im Wald
 • 2005: Siegfried (Stimme)
 • 2005: Der kleine Eisbär 2 (Stimme)
 • 2006: 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug
 • 2008: U-900

Diskografie
 • als Die The Proll
 • * Circuit Break Vol.1
 • * Intime Geständnisse
 • * The Hardest Tour on Earth
 • als Atze Schröder
 • * 2000: Lecker (CD)
 • * 2002: Meisterwerke (CD)
 • * 2003: Atze Schröders Kaltstart (CD)
 • * 2004: Atze Schröder Live – Goldene Zeiten (CD)
 • * 2006: Die Live Kronjuwelen (DVD)
 • * 2007: Atze im Wunderland (CD)

Bücher
 • 2004: Atze Schröder – Der Comic von Atze Schröder, Jörg Reymann und Töne Stallmeyer, Egmont Ehapa Verlag, ISBN 3-7704-2936-2

Auszeichnungen
 • 2000: Deutscher Comedypreis – Bester Comedy-Act für Alles Atze
 • 2003: Deutscher Comedypreis – Bester Schauspieler in einer Comedy für Alles Atze
 • 2003: Deutscher Fernsehpreis – Beste Sitcom für Alles Atze
 • 2005: Deutscher Comedypreis – Beste Comedy-Serie für Alles Atze
 • 2007: Goldene Schallplatte – 1x Platin für Die Live Kronjuwelen

Einzelnachweise
<references/>

Siehe auch
 • Streisand-Effekt
Filmografie
Vor der Kamera
U-900 2008 (Atze Schröder)
Am Mikrofon
Siegfried 2005 (Drache)
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