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Christopher Plummer
Christopher Plummer ist ein kanadischer Schauspieler. Er wurde am 13. Dezember 1929 an einem Freitag in Toronto als Arthur Christopher Orme Plummer geboren und ist 89 Jahre alt.
Biografie
mini|Christopher Plummer (2007)
Christopher Plummer CC (* 13. Dezember 1929 als Arthur Christopher Orme Plummer in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Schauspieler in Film, Fernsehen und Theater. Er gilt als einer der herausragenden Charakterdarsteller seiner Generation und wurde mit zwei Emmy Awards, zwei Tony Awards sowie für seine Rolle in Beginners (2011) mit einem Oscar und einem Golden Globe geehrt.

Leben
Karriere
Plummer wurde als Sohn von Isabella Mary und John Plummer, damals Sekretär an der McGill University, in Toronto geboren. Einige Internetquellen geben als Geburtsort jedoch Montreal an.

Für die New York Times ist er der beste klassische Schauspieler Nordamerikas. Seine Karriere begann er auf kanadischen Bühnen sowie bei Radio und Fernsehen. Ab 1954 war Plummer am Broadway zu sehen und entwickelte sich dort zum Theaterstar.<ref name="Plummer_allmovie"> Biography, Movie Highlights and Photos AllMovie |zugriff=2018-03-04}}</ref> Einen Namen machte sich der vielseitige Darsteller vor allem in Shakespeare-Rollen, für die er sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mehrfach prämiert wurde.

mini|Plummer im Jahr 1959<br /><small>Fotografie von [[Carl van Vechten, aus der Van Vechten Collection der Library of Congress</small>]]
Sidney Lumet ermöglichte Plummer 1958 in Eines Tages öffnet sich die Tür sein Leinwanddebüt. Eine seiner bekanntesten Rollen ist die des Baron von Trapp im Musical-Filmklassiker Meine Lieder – meine Träume (1965) von Robert Wise. Der Film brachte Plummer den großen Durchbruch in Hollywood, wenngleich er sich lange von ihm distanzierte.<ref name="Plummer_allmovie" /> Zu den wichtigsten seiner weit über 80 Kinoparts zählen außerdem die des Duke of Wellington in Sergej Bondartschuks Geschichtsfilm Waterloo (1970), des Sir Charles Litton in der Komödie Der rosarote Panther kehrt zurück (1975) und die eines skrupellosen Bankräubers in The Silent Partner (1978). In John Hustons Der Mann, der König sein wollte (1975) spielte er den Literaturnobelpreisträger Rudyard Kipling, auf dessen gleichnamiger Erzählung der Film beruht.

Im Jahr 1971 spielte Plummer neben weiteren damals auf Ibiza lebenden Künstlern und Prominenten wie Erwin Bechtold, Robert Graves, Princesa de Borbón y Parma, Camilo José Cela, Leslie Grimes, Leonard Slater und Charles Orloff in dem Film Impromptu Balear von Regisseur Francisco Rovira Beleta.

Der Fangemeinde von Star Trek wurde er durch die Darstellung des bösen Klingonengenerals Chang in Star Trek VI: Das unentdeckte Land bekannt. Beachtet wurden auch seine Leistungen in der Stephen-King-Verfilmung Dolores (1994), in der er als Cop „Mackey“ Kathy Bates das Handwerk legen will, und sein Dr. Leland Goines in Terry Gilliams 12 Monkeys (1995). 1999 war Plummer in Michael Manns Thriller Insider und ein Jahr später als Doktor van Helsing in Wes Craven präsentiert Dracula zu sehen. 2009 spielte er in Ein russischer Sommer den Schriftsteller Lew Tolstoi in dessen letzten Lebenstagen.

Plummer war dem Fernsehen schon lange Jahre verbunden und auf dem Bildschirm weit über hundert Mal zu sehen, so etwa in der inzwischen legendären BBC-Produktion Hamlet at Elsinore, in Man and Superman, After the Fall, Die Dornenvögel, Jesus of Nazareth, Counterstrike oder in Nuremberg auf TNT. Erfolgreiche Bühnenauftritte absolvierte der Workaholic Plummer etwa in Cymbeline, Nina, The Starcross Story, Henry V, Medea, Julius Caesar, The Lark, Arturo Ui, J.B., The Royal Hunt of the Sun, The Good Doctor, Danton’s Death, Amphytrion, Othello, Macbeth und in No Man’s Land.<ref name="Prisma.de">[http://www.prisma.de/stars/Christopher-Plummer,60782 Prisma.de]</ref>

Für die Rolle des homosexuellen Hal in dem Film Beginners bekam er 2012 den Oscar als bester Nebendarsteller; er ist mit 82 Jahren der älteste Gewinner in dieser Kategorie. Zudem gewann er einen Golden Globe. 2015 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Ende 2017 stieg Plummer kurzfristig in Ridley Scotts Filmdrama Alles Geld der Welt ein, in welchem er die Rolle des Öltycoons J. Paul Getty übernahm, dessen Enkelkind entführt wird. Er ersetzte damit den eigentlichen Darsteller Kevin Spacey, dessen Szenen bereits abgedreht waren, aber wegen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs als unhaltbar galt und aus dem Film gestrichen wurde. Plummer erhielt für Alles Geld der Welt eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller, was ihn mit 88 Jahren noch vor Gloria Stuart zum bisher ältesten Schauspieler macht, der je für einen Oscar nominiert wurde.<ref></ref>

Zu den überaus zahlreichen Auszeichnungen, die er im Laufe seiner langen Karriere verliehen bekam, gehören unter anderem der Evening Standard Award (für Becket), der Tony Award (für Cyrano), der Emmy Award (für The Moneychanger), der Drama Desk Award, der Theatre World Award, der Drama League Award, der Outer Critics Circle Award, der Genie Award (für Murder By Decree), das Goldene Ehrenzeichen Österreichs, der Maple Leaf Award for Arts and Letters sowie der Ehrendoktortitel der Schönen Künste der New Yorker Juilliard School. 1986 wurde Christopher Plummer in die American Theater Hall of Fame gewählt.

Privatleben
Plummer ist ein Urenkel des kanadischen Premierministers John Abbott. Er war von 1956 bis 1960 mit der Schauspielerin Tammy Grimes verheiratet. Ihre Tochter, die Schauspielerin Amanda Plummer, kam am 23. März 1957 in New York zur Welt. Von 1962 bis 1964 war er mit der Journalistin Patricia Lewis verheiratet, die Ehe wurde ebenfalls geschieden. Seine dritte Ehe ging er 1970 mit der ehemaligen Schauspielerin und Tänzerin Elaine Taylor ein. Das Paar lebt im US-Bundesstaat Connecticut in einem über 100 Jahre alten Farmhaus.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)
Theater
 • 1955: Theatre World Award für The Dark Is Light Enough
 • 1959: Tony-Nominierung für J.B. (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
 • 1973: Drama Desk Award für Cyrano
 • 1974: Tony Award für Cyrano (Bester Darsteller in einem Musical)
 • 1982: Drama Desk Award für Othello
 • 1982: Tony-Nominierung für Othello (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
 • 1994: Tony-Nominierung für No Man’s Land (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
 • 1997: Drama Desk Award für Barrymore
 • 1997: Tony Award für Barrymore (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
 • 2004: Tony-Nominierung für King Lear (Bester Darsteller in einem Theaterstück)
 • 2007: Tony-Nominierung für Inherit the Wind (Bester Darsteller in einem Theaterstück)

Film und Fernsehen
 • 1977: Emmy für Arthur Hailey’s the Moneychangers (Bester Hauptdarsteller in einem Fernsehmehrteiler)
 • 1980: Genie Award für Sherlock Holmes – Mord an der Themse
 • 1999: Boston Society of Film Critics Award für Insider (Bester Nebendarsteller)
 • 1999: Los Angeles Film Critics Association Award für Insider (Bester Nebendarsteller)
 • 2000: National Society of Film Critics Award für Insider (Bester Nebendarsteller)
 • 2001: Golden-Globe-Nominierung für American Tragedy (Bester Nebendarsteller in einer Serie, einem Fernsehmehrteiler oder Fernsehfilm)
 • 2002: National Board of Review Award (Preis für das Lebenswerk)
 • 2007: Preis für das Lebenswerk auf dem Method Fest
 • 2007: Darstellerpreis des Palm Beach International Film Festivals für Man in the Chair
 • 2010: Golden-Globe-Nominierung für Ein russischer Sommer (Bester Nebendarsteller)
 • 2010: Oscar-Nominierung für Ein russischer Sommer (Bester Nebendarsteller)
 • 2011: Hollywood Film Award für Beginners (Bester Nebendarsteller)
 • 2011: National Board of Review Award für Beginners (Bester Nebendarsteller)
 • 2012: Golden Globe für Beginners (Bester Nebendarsteller)
 • 2012: British Academy Film Award für Beginners (Bester Nebendarsteller)
 • 2012: Oscar für Beginners (Bester Nebendarsteller)
 • 2018: Golden-Globe-Nominierung für Alles Geld der Welt (Bester Nebendarsteller)
 • 2018: Oscar-Nominierung für Alles Geld der Welt (Bester Nebendarsteller)

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Vor der Kamera
Verblendung 2012 (Henrik Vanger)
Beginners 2011 (Hal)
Priest 2011 (Monsignor Orelas)
Ein russischer Sommer 2010 (Leo Tolstoy)
Das Kabinett des Dr. Parnassus 2010 (Doctor Parnassus)
Das Haus am See 2006 (Simon Wyler)
The New World 2006 (Captain Christopher Newport)
Syriana 2006 (Dean Whiting)
Alexander 2004 (Aristoteles)
Das Vermächtnis der Tempelritter 2004 (John Adams Gates)
Ararat 2004 (David)
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