Im Moment sind 14 Leute Online
Menü
Startseite
Partner
Redaktion
Nutzer
Forum
Filme
Kritiken
Mitwirkende
Kinostarts
Verleiher
Promis > L > Dani Levy
Dani Levy
Dani Levy ist ein schweizerisch-deutscher Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur. Er wurde am 17. November 1957 an einem Sonntag in Basel geboren und ist 61 Jahre alt. Auf der Leinwand wird er manchmal auch als Dani Lévy erwähnt.
Biografie
<!-- schweizbezogen -->
miniatur|hochkant|Dani Levy auf der [[Berlinale 2008]]
Dani Levy (* 17. November 1957 in Basel) ist ein Schweizer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur.

Leben
Levy wurde als Sohn jüdischer Eltern am 17. November 1957 in Basel geboren. Nach «wilder Kindheit und mittelmässigem Abi», wie er selbst sagt, sowie einer Zeit als Clown und Akrobat im Zirkus Basilisk kam Levy ans Theater Basel und wurde Schauspieler. Von 1977 bis 1979 sammelte er dort Erfahrungen, ohne eine Schauspielausbildung absolviert zu haben. Danach ging er in die USA und verbrachte dort zwei Jahre als Vagabund. Im Jahr 1980 kehrte er nach Europa zurück und lernte in Berlin seine langjährige Lebensgefährtin, die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Anja Franke kennen. Das Paar begann zusammen erste Filme zu realisieren. Zum endgültigen Entschluss, nach Berlin zu ziehen, kam es durch Frankes Vater, Regisseur und Schauspieler Holger Franke, der Levy neben einem Engagement im Theater Rote Grütze auch einen Schlafplatz in der dortigen WG anbot. In der Theatergruppe spielte und inszenierte Levy unter anderem Stücke für Kinder und Jugendliche.

Im Jahr 1984 wurde er in der Deutschschweiz durch die Rolle des Küchenburschen «Peperoni» in der Fernsehserie Motel bekannt. Im selben Jahr schrieb er gemeinsam mit Lebensgefährtin Franke das Drehbuch von Du mich auch. Mehrere Jahre vergingen, bis man einen Produzenten für das Filmprojekt gewinnen konnte, in dem beide auch Hauptrollen übernahmen. Nach fünf Jahren «geduldigen Ausharrens» wurde der Film 1989 mit einem kleinen Budget und Helmut Berger als Co-Regisseur realisiert. Der Film wurde auf Anhieb ein Erfolg und lief auf verschiedenen Festivals, unter anderem in der Semaine de la Critique und bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Im Moviemento-Filmtheater in Berlin wurde Du mich auch zum Kultfilm und war über zwei Jahre im Programm. Der damalige Filmvorführer war Tom Tykwer, der von Levys Film so begeistert war, dass er ihn mehrfach aufführte. Die beiden Filmemacher lernten sich damals kennen.

Levys und Frankes zweiter Film RobbyKallePaul (1989) beschreibt die Irrungen und Wirrungen der Liebe im Berlin der 1980er-Jahre. Auch hier entwickelten sie gemeinsam das Drehbuch, führten gemeinsam Regie und spielten die Hauptrollen. Es war der letzte gemeinsame Film, bevor sich das Paar trennte.

In Meschugge (1998) spielte Maria Schrader neben Levy eine Hauptrolle. In I was on Mars (1992) spielte Schrader, sie und Levy waren inzwischen ein Paar, ebenfalls die Hauptrolle.

Im Jahr 1994 gründete Levy mit Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Stefan Arndt die Filmproduktionsfirma X-Filme. Stille Nacht – Ein Fest der Liebe war 1996 der erste Film im eigenen Unternehmen. Er lief im Wettbewerb der Berlinale, war aber kein kommerzieller Erfolg.

Für seine Filmkomödie Alles auf Zucker! wurden Levy und Holger Franke am 14. Februar 2005 in Berlin mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Der Film wurde als eine «Wiederbelebung des deutsch-jüdischen Lustspiels» gewürdigt. Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2005 wurde Alles auf Zucker mit sechs Auszeichnungen zum grossen Gewinner. Darüber hinaus wurde Alles auf Zucker! mit über 1 Million Zuschauern aber auch zum absoluten Publikumserfolg.

Am 11. Januar 2007 lief Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler in den deutschen Kinos an, in dem Helge Schneider als Adolf Hitler auftritt. Nachdem er ursprünglich eine andere Rahmenperspektive vorgesehen hatte, erklärte Levy in einem Gespräch auf 3sat am 8. Januar 2007, die nun vorliegende Fassung sei besser geeignet, um seinen Zuschauern «Gewissenssicherheit zu geben». Der Film lief bis Mai 2007 in den deutschen Kinos und erreichte knapp 800.000 Besucher.

Für das Filmprojekt Deutschland 09, an dem 13 bekannte deutsche Regisseure beteiligt waren (unter anderem Tom Tykwer, Wolfgang Becker und Fatih Akın), drehte Levy den Kurzfilm Joshua.

Am 26. August 2010 startete Das Leben ist zu lang in den deutschen Kinos. Als Darsteller waren u.&nbsp;a. Markus Hering, Meret Becker, Veronica Ferres, Gottfried John, Heino Ferch und Elke Sommer beteiligt.<ref></ref>

2012 unterstützte Levy die Kampagne «Kein Raum für Missbrauch» durch honorarfrei realisierte Spots.<ref>[http://www.tagesspiegel.de/politik/im-zeichen-des-weissen-x-tv-spots-sollen-oeffentlichkeit-fuer-missbrauchsproblematik-sensibilisieren/7614310.html TV-Spots sollen Öffentlichkeit für Missbrauchsproblematik sensibilisieren], Der Tagesspiegel, 11. Januar 2013, abgerufen am 12. Februar 2017</ref> Im selben Jahr dreht er für das Schweizer Fernsehen den Luzerner Tatort Schmutziger Donnerstag über einen Mord in einer traditionsreichen Zunft.

Für das einmalige TV-Projekt 24h Jerusalem der zero one film in Kooperation mit dem BR und Arte stand Dani Levy 2013 als Regisseur zusammen mit weiteren Filmemachern hinter der Kamera. 70 Drehteams begleiteten 24h rund 90 Protagonisten und porträtierten das Leben in den Straßen Jerusalems. Das Format wurde 1 Jahr später in Echtzeit auf Arte ausgestrahlt.

Im darauffolgenden Jahr drehte er im Auftrag des NDR und der ARD-Degeto die Fernseh-Komödie Der Liebling des Himmels über einen neurotischen Psychologen mit Axel Milberg in der Hauptrolle sowie Andreja Schneider, Mario Adorf und Jenny Schily.

Aber auch als Schauspieler und Theaterregisseur ist Levy aktiv. So spielte er in dem preisgekrönten Drama Der Staat gegen Fritz Bauer (2015) den berühmten israelischen Staatsanwalt und Politiker Chaim Cohn. Im selben Jahr inszenierte er am Zürcher Schauspielhaus die von ihm geschriebene Gesellschaftssatire Schweizer Schönheit.

Seine hochkarätig besetzte Komödie Die Welt der Wunderlichs stellte Levy beim Filmfest München 2016 vor. Es dreht sich um die alleinerziehende Musikerin Mimi und ihre skurril-psychotische Familie, die zusammen einen turbulenten Roadtrip starten, um Mimi einen Traum zu erfüllen. In den Hauptrollen spielen Katharina Schüttler, Christiane Paul, Peter Simonischek, Steffen Groth, Martin Feifel und Hannelore Elsner.

Levy lebt mit seiner Frau, der Maskenbildnerin und Filmemacherin Sabine Lidl, und zwei Kindern in Berlin-Schöneberg.

Filmografie
miniatur|Levy in Wien (2010)
Regie (Auswahl)
Filme
 • 1986: Du mich auch (mit Anja Franke)
 • 1989: RobbyKallePaul
 • 1992: I Was on Mars
 • 1993: Ohne mich
 • 1995: Stille Nacht – Ein Fest der Liebe
 • 1998: Meschugge
 • 1999: Das Geheimnis
 • 2002: Väter
 • 2004: Alles auf Zucker!
 • 2007: Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler
 • 2009: Deutschland 09, Segment: Joshua
 • 2010: Das Leben ist zu lang
 • 2013: Tatort – Schmutziger Donnerstag
 • 2015: Der Liebling des Himmels
 • 2016: Die Welt der Wunderlichs
 • 2018: Tatort – Die Musik stirbt zuletzt
 • 2019: Berlin, I Love You

360° – Virtual Reality
 • 2018: Jerusalem Stories: Faith – Love – Hope – Fear

= Musikvideos =
 • 2001: Adriano (Letzte Warnung)

Drehbuch (Auswahl)
 • 1986: Du mich auch (mit Anja Franke)
 • 1989: RobbyKallePaul (mit Anja Franke)
 • 1992: I Was on Mars
 • 1993: Ohne mich
 • 1995: Stille Nacht – Ein Fest der Liebe
 • 1998: Meschugge
 • 1999: Das Geheimnis
 • 2002: Väter
 • 2004: Alles auf Zucker!
 • 2007: Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler
 • 2010: Das Leben ist zu lang
 • 2015: Der Liebling des Himmels
 • 2016: Die Welt der Wunderlichs
 • 2018: Tatort – Die Musik stirbt zuletzt
 • 2019: Berlin, I Love You

Schauspieler
 • 1984: Motel (Schweizer Fernsehserie)
 • 1986: Du mich auch
 • 1989: RobbyKallePaul
 • 1993: Halbe Welt
 • 1994: Burning Life
 • 1994: Die Mediocren
 • 1995: Stille Nacht – Ein Fest der Liebe
 • 1996: Tempo
 • 1996: Kondom des Grauens
 • 1997: Aimée und Jaguar
 • 1998: Meschugge
 • 2010: Das Leben ist zu lang
 • 2015: Der Staat gegen Fritz Bauer
 • 2015: Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut

Theater
 • 2003: Freie Sicht aufs Mittelmeer (ein Strassenstück in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel)
 • 2015: Schweizer Schönheit (Schauspielhaus Zürich)
 • 2018: Die Dreigroschenoper (Theater Basel)

Auszeichnungen
 • 1999: Bayerischer Filmpreis für Meschugge
 • 2005: Ernst-Lubitsch-Preis für Alles auf Zucker!
 • 2005: Deutscher Filmpreis, für Alles auf Zucker! unter anderem für den besten Spielfilm und die beste Regie
 • 2018: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Sonderpreis für die Regie in Tatort – Die Musik stirbt zuletzt<ref></ref>

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Hinter der Kamera
Das Leben ist zu lang 2010 (Regie, Drehbuch)
Alles auf Zucker! 2005 (Regie, Buch)
Vor der Kamera
Alles auf Zucker! 2005 (Pool-Spieler)
Forum zum Prominenten
Es sind noch keine Themen vorhanden.
Zum Verfassen eines Beitrags bitte einloggen.
Weblinks
Version 1.8   –   Copyright by diekinokritiker.de   –   Impressum und Nutzungsbedingungen