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Russell Crowe
Russell Crowe ist ein australisch-neuseelndischer Schauspieler. Er wurde am 7. April 1964 an einem Dienstag in Strathmore Park, Wellington, Neuseeland, als Russell Ira Crowe geboren und ist 45 Jahre alt.
Biografie
miniatur|Russell Crowe (2005) in der Maske von Max Skinner im Film "Ein gutes Jahr"
Russell Ira Crowe (* 7. April 1964 in Wellington, Neuseeland) ist ein australisch-neuseeländischer Filmschauspieler, Oscarpreisträger und Musiker. Weltweite Bekanntheit erlangte er durch die Darstellung des Maximus Decimus Meridius, des "Gladiator" im gleichnamigen Kinofilm. Er gehört zu den profiliertesten Charakterdarstellern des Hollywood-Kinos. (Stand: 2009)<ref> [http://boxofficemojo.com/people/chart/?id=russellcrowe.htm Russell Crowe Box Office auf boxofficemojo.com]</ref>

Leben und Werk
Jugend und Anfänge der Karriere

Russell Crowe ist in Wellington auf der nördlichen der beiden neuseeländischen Inseln geboren. Er hat einen älteren Bruder, Terry. Als er vier Jahre alt war, wanderte seine Familie, die sowohl walisische, <ref>[http://www.gala.de/stars/news/14666/Russell-Crowe-Zurueck-zu-den-Wurzeln.html Quelle Walisische Vorfahren] </ref> Māori- als auch norwegische und schottische <ref>[http://www.youtube.com/watch?v=A7Oa9C7eEYw Inside the Actor´s Studio Part 1 auf Mediathek youtube.de Moderator: James Lipton 2002. Min 5:52]</ref> Vorfahren hat, nach Australien aus. Dort hatten seine Eltern einen Catering Service, der Filmgesellschaften belieferte. So entstand bereits früh der Kontakt zur Filmindustrie. Im Alter von sechs Jahren bekam er seine erste kleine Rolle in der Fernsehshow Spyforce, für die seine Mutter gerade tätig war und in der sein Patenonkel Regie führte. Mit 14 kam er nach Neuseeland zurück und besuchte die berühmte Auckland Grammar School, die er aber nicht beendete.

Seine ersten ernstzunehmenden Auftritte im Fernsehen hatte er in der Fernsehserie The Young Doctors, in der er als Kind mitwirkte. Nachdem er die High School abgeschlossen hatte, versuchte sich der damals 16-jährige als Sänger der von ihm gegründeten Band Roman Antix. Er steht diesen Aufnahmen selbst kritisch gegenüber, seine Karriere als Sänger setzte er aber mit seiner Band 30 Odd Foot of Grunts <ref> [http://www.filmreporter.de/stars/news/100;Gladiator-unter-der-Haube Quelle filmreporter.de] </ref> fort. 2005 änderte Crowe den Band-Namen von 30 Odd Foot of Grunts auf The Ordinary Fear of God.

In den 1980er Jahren arbeitete Crowe als Kellner, Straßenmusikant <ref> Ewbank / Stafford: Russell Crowe - The Biography, 2001, S. 34 </ref> und Theaterschauspieler. Erste Bühnenerfahrung sammelte er in den Musicals Grease und The Rocky Horror Show, mit beiden tourte er durch Australien und Neuseeland.

Anfang der 1990er Jahre übernahm er erneut Rollen in Episoden von australischen Fernsehserien wie Nachbarn und Living with the Law. 1990 schließlich, mit 26 Jahren, wirkte er erstmals in einem Kinofilm mit. Die australische Produktion Blood Oath war jedoch nicht erfolgreich. Weitere Kinorollen folgten. Für seine Rolle in Proof (1991) erhielt er vom Australian Film Institute eine Auszeichnung als bester Nebendarsteller. Erste internationale Aufmerksamkeit und Preise als bester Hauptdarsteller, - den Australian Critics Award und seinen zweiten Australian Film Institute Award - <ref>[http://www.youtube.com/watch?v=A7Oa9C7eEYw Inside the Actor´s Studio Part 1 auf Mediathek youtube.de Moderator: James Lipton 2002, Min 03:26]</ref>, bekam Crowe für die anspruchsvolle Rolle des Skinheads Hando in Romper Stomper (1992). Der Film war in Australien sehr erfolgreich.

Im Jahr 1994 gelang Crowe der Durchbruch mit dem Film The Sum of Us. Der große Erfolg der Produktion in Australien machte auch amerikanische Filmproduktionsgesellschaften auf ihn aufmerksam.

Türöffner für Hollywood war für Crowe der Western Schneller als der Tod (1995), wo er einen Gefangenen spielt, der zur Belustigung der Herrschenden in eine Serie von Pistolenduellen auf Leben und Tod gezwungen wird. Die Struktur der Rolle deutet bereits auf "Gladiator" voraus. Die Hauptdarstellerin Sharon Stone setzte sich persönlich dafür ein, den Neuseeländer zu verpflichten. Einem breiten Publikum wurde er im neunfach oscar-nominierten Gangster-Epos L.A. Confidential (1997) bekannt; dort verkörperte er den Gerechtigkeit suchenden Polizisten Bud White. Diese Rolle als schweigsamer Cop im Los Angeles der 1950er Jahre, der meistens mit seinen Fäusten und dem Revolver ermittelt, machte auch Ridley Scott auf ihn aufmerksam .

Festigung als Schauspieler

Die erste Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller erhielt er 1999 für Insider. Er spielte dort neben Al Pacino den Abteilungsleiter einer Tabakfirma, der von seinem Arbeitgegeber entlassen und terrorisiert wird. Für die Darstellung des römischen Generals Maximus Decimus Meridius in Ridley Scotts Historienfilm Gladiator bekam er ein Jahr später den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Seine dritte Oscar Nominierung, wieder nur ein Jahr später, erhielt er für A Beautiful Mind. Er spielte dort den schizophrenen Mathematiker John Forbes Nash Jr. Trotz sehr positiver Kritiken gewann er die Auszeichnung 2002 nicht, erhielt jedoch für die Rolle einen Golden Globe und einen BAFTA Award als bester Hauptdarsteller.

Durch den Erfolg von Gladiator bekam er viele Angebote für actionlastige Rollen, eine davon - als Unterhändler einer Versicherung bei Erpressungsfällen in Lebenszeichen – Proof of Life (2000) – nahm er auch an, ansonsten wollte er dem schauspielerischen Anspruch der Wandlungsfähigkeit folgen und sich nicht in ein bestimmtes Schema pressen lassen.

Unter der Regie von Peter Weir verkörperte Russell Crowe 2003 im Seefahrer-Abenteuer Master & Commander – Bis ans Ende der Welt, einer Adaption aus zwei Romanen von Patrick O'Brian, den englischen Marine-Helden Captain Jack Aubrey. Für diese Rolle erhielt er seine vierte Golden Globe- und eine Screen Actor´s Guild Award-Nominierung.

Der Boxfilm Das Comeback (2005), in dem Crowe den Boxweltmeister Jim Braddock in den USA der 1930er Jahre spielt, wurde kommerziell ein Flop. Dennoch resultierte Crowe´s Leistung in drei Nominierungen als bester Hauptdarsteller: für einen Golden Globe, einen Award der Broadcast Film Association und einem Screen Actor´s Guild Award. Im Jahr 2006 arbeitete Crowe zum zweiten Mal unter Ridley Scott für die Romanverfilmung Ein gutes Jahr, die an den Kinokassen floppte und gemischte Kritiken erhielt, und nochmals 2007 als Gegenspieler des Heroinhändlers Frank Lukas, verkörpert von Denzel Washington, im kommerziell hoch erfolgreichen American Gangster - wieder mit Regisseur Ridley Scott zusammen.

Im Kinofilm State of Play – Stand der Dinge, 2009, sah man Russell Crowe neben Ben Affleck, Helen Mirren und Jeff Daniels als Investigativjournalisten Cal McAffrey zum zweiten Mal nach Insider (neben Al Pacino, 1999) in einer Rolle, die die gesellschaftspolitische Bedeutung von engagiertem Journalismus thematisiert.

Eine weitere Zusammenarbeit zwischen Ridley Scott und Russell Crowe sowohl als Regisseur und Darsteller, als auch als Co-Produzenten<ref> [http://www.youtube.com/watch?v=gVxUf8OIAW0&feature=related Mediathek Youtube.de Russell Crowe Dreharbeiten zu Robin Hood vom 14. Oktober 2009 Minute 1:36] </ref> war 2009 der Kinofilm Robin Hood, in dem der Schauspieler neben Cate Blanchett als Maid Marian, William Hurt und Max von Sydow die Titelrolle übernahm. <ref>filmstarts.de: [http://www.filmstarts.de/nachrichten/134388-Nottingham-Russell-Crowe-spielt-auch-Robin-Hood.html Nottingham: Russell Crowe spielt auch Robin Hood], 29. September 2008</ref> <ref>Imdb.com: [http://www.imdb.com/title/tt0955308/trivia Trivia zu Robin Hood]</ref>

Familie

Seit dem 7. April 2003 ist Crowe mit der australischen Sängerin und Schauspielerin Danielle Spencer verheiratet, die er 1990 bei den Dreharbeiten zu The Crossing kennenlernte. Das Paar hat zwei Söhne (* Dezember 2003 <ref>[http://www.abc.net.au/news/stories/2003/12/22/1014992.htm Meldung auf abc News Australien] </ref> und *Juli 2006). Die Familie lebt auf Crowes Ranch in Nana Glen in der Nähe von Coffs Harbour an der Ostküste Australiens und in Sydney.

Sonstiges

 • Seit seiner Jugend ist Crowe Pferdenarr. In Interview zu "Todeszug nach Yuma" sagte er: „Sie sind wie Menschen. Zu manchen Pferden hat man augenblicklich eine engere Beziehung, die man mit der Zeit ausbauen kann.“ Manchmal falle ihm bei Drehschluss die Trennung von seinem jeweiligen Filmpferd schwer. <ref>[http://www.comingsoon.net/news/movienews.php?id=36600 3:10 to Yuma: Christian Bale vs Russell Crowe ]</ref>
 • Für seine Rolle in dem Film Insider, 1999, nahm Russell Crowe 63 Pfund (29 Kilogramm) zu, für Der Mann, der niemals lebte, 2008, ebenfalls. <ref>[http://www.theinsider.com/news/1231366_Russell_Crowe_s_Secret_to_Gaining_63_Pounds Russell Crowes Secret to gaining 63 Pounds]</ref> Für die Rolle des Boxers Jim Braddock in Das Comeback unterzog sich Crowe einem intensiven Boxtraining im 30er Jahre-Stil und nahm 23 Kilo ab. <ref> [http://cinderellamanmovie.com/site/index.php?dl= www.cinderellamanmovie.com Unterseite Produktionsnotizen: Turning into the legend] </ref>
 • Die australische Post bildet in ihrer Briefmarken-Reihe „Australian Legends“ neben Nicole Kidman, Cate Blanchett und Geoffrey Rush auch Russell Crowe sowohl als Person, als auch in seiner berühmtesten Rolle des "Gladiator" ab. <ref>[http://www.azurblau.de/index.php?id=1496 Russell Crowe als Australier abgestempelt]</ref>

Filmografie

Australien:

 • 1987: Nachbarn (Neighbours) (Fernsehserie)
 • 1988: Living with the Law (Fernsehserie)
 • 1990: Blood Oath (Prisoners of the Sun)
 • 1990: The Crossing
 • 1991: Proof
 • 1991: Brides Of Christ
 • 1991: Hammers Over the Anvil
 • 1992: The Efficiency Expert (Spotswood)
 • 1992: Romper Stomper
 • 1993: Love in Limbo
 • 1993: Der silberne Hengst (The Silver Brumby)
 • 1994: Die Summe der Gefühle (The Sum Of Us)
 • 1994: For the Moment

USA:

 • 1995: Schneller als der Tod (The Quick and the Dead)
 • 1995: Das Yakuza-Kartell
 • 1995: Virtuosity
 • 1995: Wilder Zauber (Rough Magic)
 • 1997: L.A. Confidential
 • 1997: Paradies in Flammen (Heaven's Burning)
 • 1997: Breaking Up
 • 1999: Mystery – New York: Ein Spiel um die Ehre (Mystery, Alaska)
 • 1999: Insider
 • 2000: Gladiator
 • 2000: Lebenszeichen – Proof of Life (Proof of Life)
 • 2001: A Beautiful Mind
 • 2002: Texas
 • 2003: Master & Commander – Bis ans Ende der Welt (Master and Commander: The Far Side of the World)
 • 2005: Das Comeback (Cinderella Man)
 • 2006: Ein gutes Jahr (A Good Year)
 • 2007: Todeszug nach Yuma (3:10 to Yuma)
 • 2007: American Gangster
 • 2008: Der Mann, der niemals lebte (Body of Lies)
 • 2009: State of Play – Stand der Dinge
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 • * * * B I T T E WARTEN bis die Filme ERSCHIENEN SIND - - http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Film * * * *
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Auszeichnungen/Nominierungen (Auszug)

Oscar
 • 1999: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für "The Insider"
 • 2000: Bester Darsteller für "Gladiator"
 • 2001: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für "A Beautiful Mind"

Golden Globe
 • 1999: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Kinofilm für "The Insider"
 • 2000: Nominierung als Bester Darsteller in einem Kinofilm für "Gladiator"
 • 2001: Bester Hauptdarsteller in einem Kinofilm für "A Beautiful Mind"
 • 2003: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Kinofilm für "Master & Commander"
 • 2005: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Kinofilm für "Das Comeback"

Chlotrudis Award
 • 1998: Bester Schauspieler für "L.A. Confidential"

Broadcast Film Critics Association
 • 1999: Bester Darsteller für "The Insider"
 • 2000: Bester Darsteller für "Gladiator"
 • 2001: Bester Darsteller für "A Beautiful Mind"
 • 2004: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für "Master and Commander"
 • 2006: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für "Das Comeback"

Screen Actors Guild Award
 • 1999: Nominierung als Bester Darsteller für "The Insider"
 • 2000: Bester Darsteller für "Gladiator"
 • 2001: Bester Darsteller für "A Beautiful Mind"
 • 2006: Nominierung als Bester Hauptdarsteller für "Das Comeback"

BAFTA-Award
 • 1999: Nominierung als Bester Schauspieler für "The Insider"
 • 2000: Bester Darsteller für "Gladiator"
 • 2000: Bester Darsteller für "A Beautiful Mind"

Los Angeles Film Critics Association
 • 1999: Bester Darsteller für "The Insider"

National Society of Film Critics
 • 1999: Bester Schauspieler für "The Insider"

National Board of Review
 • 1999: Bester Darsteller für "The Insider"

MTV Movie Award
 • 2001: Nominierung als Bester Kampf für "Gladiator"
 • 2002: Nominierung als Bester Darsteller für "A Beautiful Mind"

Saturn Award
 • 2001: Nominierung als Bester Darsteller für "Gladiator"

Empire Award
 • 2001: Bester Darsteller für "Gladiator"

Online Film Critics Society Award
 • 2001: Bester Hauptdarsteller für "A Beautiful Mind"

Deutsche Synchronstimmen

Seine deutschen Stimmen wechselten in seinen früheren Filmen oft. Inzwischen haben sich aber Thomas Fritsch (u.a in Gladiator) und Thomas Vogt (A beautiful Mind) als Standardsprecher etabliert. Ridley Scott hat für seinen Film A Good Year (2006) Martin Umbach als deutsche Stimme ausgewählt. Bei Scotts Verfilmung von Der Mann, der niemals lebte (2008) wurde Umbach ebenfalls besetzt.

Literatur

 • Christian Lukas, Sascha Westphal: Russell Crowe. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-929470-31-4.
 • Tim Ewbank, Stafford Hildred: Russell Crowe - The Biography. Carlton Publishing Group 2001, 2006. ISBN 0-233-00185-9

Einzelnachweise

<references/>
Filmografie
Vor der Kamera
Der Mann, der niemals lebte 2008 (Ed Hoffman)
Todeszug nach Yuma 2007 (Ben Wade)
American Gangster 2007 (Det. Richie Roberts)
Ein gutes Jahr 2006 (Max Skinner)
Das Comeback 2005 (Jim Braddock)
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