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Jodie Foster
Jodie Foster ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin und Produzentin. Sie wurde am 19. November 1962 an einem Montag in Los Angeles als Alicia Christian Foster geboren und ist 47 Jahre alt. Auf der Leinwand wird sie manchmal auch als Jodi Foster oder Jody Foster erwähnt.
Biografie
thumb|Jodie Foster bei der [[Deutschlandpremiere von Die Fremde in Dir (2007)]]

Jodie Foster (* 19. November 1962 in Los Angeles, Kalifornien; eigentlich Alicia Christian Foster) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin und Filmproduzentin.

Biografie

Kindheit und Jugend
Foster wurde einige Monate nach der Trennung ihrer Eltern als viertes Kind der beiden geboren. Am Anfang des Jahres 1963 zogen Fosters Mutter Brandy und ihre Kinder zu deren Lebensgefährtin ins San Fernando Valley im Nordwesten von Los Angeles um, die den überwiegenden Beitrag zum Familienunterhalt leistete. Die Beziehung dauerte bis zum Jahr 1976.

Brandy Foster hat in der Filmbranche gearbeitet. Als alleinerziehende Mutter stimmte sie aus finanziellen Gründen Werbeauftritten ihres Sohnes zu. Zu einem der Castings kam die damals dreijährige Foster mit; dabei wurde sie für eine Werbung für die Sonnencreme Coppertone engagiert.<!--Jetzt ist es neutral, ohne einen kausalen Zusammenhang; so ok? Kommentar zu vorheriger Version, bis 13.12.07: Ein „Coppertone Boy“ hat es auch nie gegeben, weshalb es kaum wundert, dass Jodie statt Buddy genommen wurde…siehe en:Coppertone (Redirect auf en:Coppertone girl)…von daher ist dieser Satz doch etwas problematisch.-->

Karriere
Später trat Foster in Fernsehformaten wie Sesamstraße, Bonanza, Kung Fu, Bob & Carol & Ted & Alice, Love Story, The Addams Family und Paper Moon auf. Auch als bereits etablierter Kinostar hatte sie Fernsehauftritte: 1996 und 1997 hatte sie in den Serien Frasier und Akte X in jeweils einer Episode als Anruferin und als Stimme in einer Halluzinationssequenz reine Sprechrollen, ohne zu sehen zu sein.

Ihre erste Kinofilmrolle spielte sie im Alter von zehn Jahren Flucht in die Wildnis (Napoleon and Samantha, 1972), einem Disney-Film. Während der 1970er Jahre drehte sie für dieses Studio dann noch eine Reihe weiterer Filme. Ihren ersten größeren Erfolg hatte sie als Zwölfjährige in der Komödie Bugsy Malone. Als minderjährige Prostituierte in Martin Scorseses Film Taxi Driver (1976) wurde die damals 13-Jährige weltberühmt. Im selben Jahr spielte sie in Das Mädchen am Ende der Straße eine unabhängig lebende, hochtalentierte Jugendliche, eine Rolle, die ihrem Image bis heute entspricht.
Das Angebot, die Rolle der Prinzessin Leia Organa in Krieg der Sterne (Star Wars, 1977) zu übernehmen, musste sie wegen vertraglicher Verpflichtungen gegenüber dem Disney-Konzern ablehnen.

In den Jahren 1980 bis 1985 studierte Foster an der Yale University Literatur und schloss dieses Studium mit Magna cum laude ab. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über die afroamerikanische Autorin Toni Morrison. 1997 verlieh ihr die Universität einen Ehrendoktortitel.<ref>[http://www.yale.edu/opa/arc-ybc/ybc/v25.n33.comm.05.html Yale Bulletin and Calendar Commencement 1997]</ref>

Während der Studienzeit hat Foster einige Zeitschriftenartikel geschrieben und u.&nbsp;a. Nastassja Kinski interviewt. Die beiden Frauen wurden Freundinnen und haben nach einer Möglichkeit gesucht, bei einem gemeinsamen Filmprojekt zusammenzuarbeiten. Die Gelegenheit ergab sich beim Film Hotel New Hampshire aus dem Jahr 1984, der auf einem Roman von John Irving basierte.
1988 übernahm sie in Angeklagt die ursprünglich für Kelly McGillis vorgesehene Rolle einer vergewaltigten Frau und erhielt dafür ihren ersten Oscar.

1991 debütierte sie in Das Wunderkind Tate als Regisseurin. Im selben Jahr spielte sie anstelle von Michelle Pfeiffer eine FBI-Agentin in Das Schweigen der Lämmer. Ihre schauspielerische Zusammenarbeit mit Anthony Hopkins brachte beiden Akteuren den Oscar ein. 2001 löste sie ihre Produktionsfirma Egg Pictures aus familiären Gründen auf. Zu den produzierten Filmen gehören neben ihren eigenen Werken Lost Heaven, Waking the Dead und Baby Blues.

Foster gehört zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. 2007 belegte sie in einer Rangliste des Hollywood Reporter mit einer Gagenforderung von geschätzten 10 bis 12 Millionen US-Dollar pro Film einen neunten Platz.<ref>vgl. [http://www.hollywoodreporter.com/hr/content_display/features/film/e3i8e3ff55d4b8bbf241939e91d2dd1cb45 Top actress salaries are quoteworthy] bei hollywoodreporter.com (30. November 2007)</ref> Im Juli 2008 belegte sie in einer Forbes-Rangliste mit Gagen in Höhe von 23 Mio. US-Dollar (zwischen Juni 2007 und Juni 2008) hinter Cameron Diaz, Keira Knightley, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon und Gwyneth Paltrow einen sechsten Platz.<ref>vgl. Johnson, Wesley: Hollywood’s Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST</ref>

Sie plant seit langem einen Film über das Leben und Werk der umstrittenen Filmregisseurin Leni Riefenstahl.<ref>vgl. [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0618/vermischtes/0008/index.html Ängste, immer wieder]. In. Berliner Zeitung, 18. Juni 2008, S. 32</ref>

Privatleben
Im Dezember 2007 bekannte sich Foster erstmals öffentlich zu ihrer langjährigen Lebensgefährtin Cydney Bernard. Im Mai 2008 wurde über eine angebliche Trennung des Paares berichtet.<ref> [http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,522869,00.html Soft Outing – Jodie Fosters öffentliche Liebeserklärung], Spiegel Online, 12. Dezember 2007</ref><ref>[http://www.news.com.au/dailytelegraph/story/0,22049,23701881-5001026,00.html Lesbian star couple Jodie Foster, Cydney Bernard break-up], The Daily Telegraph, 15. Mai 2008</ref> Foster ist Mutter zweier Söhne, die 1998 und 2001 auf die Welt kamen.

Synchronstimme
Die Standardsprecherin für Fosters deutsche Synchronstimme ist die Schauspielerin Hansi Jochmann. Foster synchronisiert sich in französischen Versionen ihrer Filme selbst, da sie fließend Französisch spricht.

Sonstiges
 • 1981 verübte John Hinckley Jr. ein Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, um Fosters Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Nach der Tat fand man bei Hinckley einen Brief an Foster; er hatte sie bereits früher mit Briefen und unerwünschten Telefonanrufen belästigt. Foster betrachtete die Ereignisse noch Jahre später als traumatisierend.
 • Bei den Dreharbeiten zu ihrem ersten Kinofilm Napoleon & Samantha (1972) wurde sie von einem Löwen angefallen.
 • Der Asteroid (17744) Jodiefoster wurde nach ihr benannt.

Filmografie

Als Darstellerin
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 • 1970: Gefährliche Begegnung, als Sue-Ellen McIver (Fernsehfilm)
 • 1972: Flucht in die Wildnis, als Samantha
 • 1972: Round Up, als Rita
 • 1973: Tom Sawyers Abenteuer, als Becky Thatcher
 • 1973: Ein Kamel im Wilden Westen (One Little Indian), als Martha McIver
 • 1973: Kung Fu (Fernsehserie), 1. Staffel, Episode 10 als Alethea
 • 1974: Ein Lächeln vor dem Tode (Fernsehfilm), als Liberty Cole
 • 1974: Alice lebt hier nicht mehr, als Audrey
 • 1975: Papermoon (Fernsehserie), als Addie Pray
 • 1976: Echos eines Sommers, als Deirdre Striden
 • 1976: Taxi Driver, als Iris Steensma
 • 1976: Bugsy Malone, als Tallulah
 • 1976: Das Mädchen am Ende der Straße, als Rynn
 • 1976: Ein ganz verrückter Freitag, als Annabel Andrews
 • 1977: Abenteuer auf Schloß Candleshoe, als Casey Brown
 • 1977: Strandgeflüster, als Teresina
 • 1977: Stunde der Zärtlichkeit / Liebeserwachen, als Isabelle Tristan
 • 1980: Jeanies Clique, als Jeanie
 • 1980: Jahrmarkt, als Donna
 • 1982: Spuk im Ehebett, als Barbara O’Hara
 • 1983: Obsession – Die dunkle Seite des Ruhms, als Zoe Alexander
 • 1984: Hotel New Hampshire, als Frannie Berry
 • 1984: Das Blut der Anderen, als Hélène

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 • 1986: In guten und in schlechten Zeiten, als Victoria
 • 1987: Siesta, als Nancy
 • 1987: Five Corners – Pinguine in der Bronx, als Linda
 • 1988: Angeklagt, als Sarah Tobias
 • 1988: Katies Sehnsucht, als Katie Chandler
 • 1990: Catchfire, als Anne Benton
 • 1991: Das Schweigen der Lämmer, als Clarice Starling
 • 1991: Das Wunderkind Tate, als Dede Tate
 • 1992: Schatten und Nebel (Shadows and Fog)
 • 1993: Sommersby, als Laurel Sommersby
 • 1994: Maverick, als Annabelle Bransford
 • 1994: Nell, als Nell Kellty
 • 1997: Contact, als Ellie Arroway
 • 1999: Anna und der König, als Anna Leonowens
 • 2002: Panic Room, als Meg Altman
 • 2002: Lost Heaven, als Schwester Assumpta
 • 2004: Mathilde – Eine große Liebe, als Elodie Gordes
 • 2005: Flightplan – Ohne jede Spur (Flightplan), als Kyle Pratt
 • 2006: Inside Man, als Madeleine White
 • 2007: Die Fremde in dir (The Brave One), als Erica Bain
 • 2008: Die Insel der Abenteuer (Nim’s Island)
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Als Regisseurin
 • 1984: Tales from the Darkside (Folge „Do Not Open this Box“)
 • 1991: Das Wunderkind Tate
 • 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten

Als Produzentin
 • 1986: In guten und in schlechten Zeiten
 • 1994: Nell
 • 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten
 • 1998: Baby Blues (The Baby Dance)
 • 2000: Waking The Dead
 • 2002: Lost Heaven
 • 2007: Die Fremde in dir

Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)
thumb|Foster (1989)
Oscar Academy Awards

 • 1977 nominiert als Beste Nebendarstellerin in Taxi Driver
 • 1989 ausgezeichnet als Beste Hauptdarstellerin in Angeklagt
 • 1992 ausgezeichnet als Beste Hauptdarstellerin in Das Schweigen der Lämmer
 • 1995 nominiert als Beste Hauptdarstellerin in Nell

British Academy Awards

 • 1977 ausgezeichnet als vielversprechendste Newcomerin in Taxi Driver und Bugsy Malone
 • 1977 ausgezeichnet als beste Nebendarstellerin in Taxi Driver und Bugsy Malone

Golden Globes

 • 1977 nominiert als beste Darstellerin in einem Musical oder einer Komödie in Ein ganz verrückter Freitag
 • 1989 ausgezeichnet als beste Darstellerin in einem Drama in Angeklagt
 • 1992 ausgezeichnet als beste Darstellerin in einem Drama in Das Schweigen der Lämmer
 • 1995 nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Nell
 • 1998 nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Contact
 • 2008 nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Die Fremde in dir

Literatur
 • Louis Chunovic: Jodie Foster. Ein Porträt. VGS, Köln 1997, ISBN 3-8025-2416-0.
 • Robert Fischer: Jodie Foster. 2., erw. Aufl. Heyne, München 1995, ISBN 3-453-05975-1.
 • Buddy Foster: Jodie Foster. Eine Biographie. ECON Verlag, Düsseldorf und München 1997, ISBN 3-430-12882-X.
 • Adolf Heinzlmeier: Jodie Foster. Paul Zsolnay Verlag, Wien 1993, ISBN 3-552-05041-8.
 • Sonja Kochius: Jodie Foster. Mit eisernem Willen von Erfolg zu Erfolg. Bastei-Verl. Lübbe, Bergisch Gladbach 1996, ISBN 3-404-61371-6.

Einzelnachweise
<references/>
Filmografie
Vor der Kamera
Die Insel der Abenteuer 2008 (Alexandra Rover)
Die Fremde in dir 2007 (Erica Bain)
Inside Man 2006 (Madeliene White)
Mathilde - Eine große Liebe 2005 (Elodie Gordes)
Taxi Driver 1976 (Iris Steensma)
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