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Ernst-Hugo Järegård
Ernst-Hugo Järegård war ein schwedischer Schauspieler. Er wurde am 12. Dezember 1928 an einem Mittwoch in Ystad geboren und ist am 6. September 1998 an einem Sonntag in LidingŲ bei Stockholm verstorben. Er ist 69 Jahre alt geworden.
Biografie
Ernst-Hugo Järegård (* 12. Dezember 1928 in Ystad; † 6. September 1998 in Lidingö bei Stockholm) war ein schwedischer Schauspieler. Einem internationalen Publikum wurde er durch die Rolle des Dr. Helmer in der von Lars von Trier gedrehten Fernsehserie Hospital der Geister bekannt.

Biographie
Der in Ystad geborene Järegård erwarb sich ab 1962 den Ruf, einer der herausragenden Schauspieler am Königlich Dramatischen Theater in Stockholm zu sein. Dort glänzte er in vielen bekannten Rollen. So unter anderem 1963 als exzentrischer Hitler in Bertolt Brechts Schweyk im Zweiten Weltkrieg, 1966 in Samuel Becketts Warten auf Godot, 1967 als Orgon in Molières Tartuffe und vielen anderen mehr.

J√§reg√•rd hatte eine Vorliebe f√ľr die Darstellung von Schurken und B√∂sewichten und √ľbernahm gerne entsprechende Rollen. Seltener spielte er lyrische Rollen. Aufgrund seiner ausdrucksstarken Singstimme spielte er gelegentlich auch bei Musicals mit. Wegen seines ausgepr√§gten schonischen Akzents war er zudem ein beliebter Sprecher in Trickfilmen und bei der Aufnahme von Kinderh√∂rb√ľchern.

International wurde J√§reg√•rd mit der Rolle des Dr. Helmer in Lars von Triers Fernsehserie Hospital der Geister bekannt. F√ľr von Trier stand er auch in dessen Film Europa vor der Kamera. Insgesamt spielte er in ungef√§hr 20 Filmen und ca. 40 TV-Produktionen mit.

F√ľr seine Arbeit als Theaterschauspieler wurde J√§reg√•rd 1967 mit dem Thaliapriset und 1975 mit dem Eugene O'Neill Award, zwei der wichtigsten schwedischen Theaterpreise, ausgezeichnet.

Järegård war seit 1950 mit Karin Nordström verheiratet, mit der er einen Sohn, Johannes, hatte. Er erlag 1998 einem Krebsleiden.

Persönlichkeit
J√§reg√•rd hatte eine schillernde Pers√∂nlichkeit und liebte es durch Originalit√§t aufzufallen. Er achtete sehr auf sein √Ąu√üeres und trug im Privatleben mit Vorliebe Kleidungsst√ľcke italienischer Designer. Seiner Auffassung nach repr√§sentierte ein Schauspieler nicht nur sich selbst, sondern als √∂ffentlich bekannte Person auch das Theater und die Kunst als solche. Daher hielt er es f√ľr seine Pflicht, in der √Ėffentlichkeit entsprechend aufzutreten.

In der Dokumentation auf der DVD zu seinem Film Europa √§u√üert sich Lars von Trier dahingehend, dass die Arbeit mit J√§reg√•rd nicht einfach gewesen sei. J√§reg√•rd habe st√§ndig geschmollt und besondere Bedingungen gestellt, was die Behandlung seiner Person anging. So habe J√§reg√•rd darauf bestanden, w√§hrend der Dreharbeiten in einem bestimmten Zimmer eines bestimmten Hotels untergebracht zu werden. Zudem habe J√§reg√•rd quasi zwanghaft dazu geneigt, die Aufmerksamkeit des Publikums auch in solchen Szenen auf sich zu ziehen, in denen er eigentlich nur im Hintergrund erscheinen sollte. Schlie√ülich habe von Trier darauf zur√ľckgegriffen, J√§reg√•rd f√ľr "angemessenes Verhalten" mit Zigarren zu belohnen, so dass dieser sein Verhalten angepasst habe. Dennoch vermisse er den "lieben Hugo" sehr und er fehle ihm schrecklich.

Von J√§reg√•rd soll das folgende Zitat stammen: "Wenn ich in der Nacht aufwache und mir ein Butterbrot aus dem K√ľhlschrank hole, dann bedarf es nur eines Lichtstrahls aus dem K√ľhlschrank und ich beginne zu schauspielern."

Filmografie (Auswahl)
 • 1968: Hei√üe Ware f√ľr Stockholm (Het sn√∂)
 • 1974: Eine Handvoll Liebe (En handfull k√§rlek)
 • 1974: Fimpen, der Knirps (Fimpen)
 • 1978: Chez Nous
 • 1981: Pelle Ohneschwanz (Pelle Svansl√∂s) ‚Äď Sprechrolle
 • 1985: Pelle auf gro√üer Fahrt (Pelle Svansl√∂s i Amerikatt) ‚Äď Sprechrolle
 • 1991: Der sch√∂ne Badetag (Den store badedag)
 • 1991: Die besten Absichten (Den goda viljan)
 • 1991: Europa
 • 1993: Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (The Young Indiana Jones Chronicles, Fernsehserie, eine Folge)
 • 1993: Die Schleuder (K√•disbellan)
 • 1994: Hospital der Geister (Riget)
 • 1997: Cheek to Cheek
 • 1997: Hospital der Geister (Riget II)

Literatur
 • Wennerholm, Eric: Ernst-Hugo - inte lik n√•gon annan, Bonniers, Stockholm, 1983 (Biographie) (Schweden)
Filmografie
Vor der Kamera
Europa 1991 (Uncle Kessler)
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