Biografie
Robert Huth (* 18. August 1984 in Berlin) ist ein deutscher FuĂballspieler.
Robert Huth, Sohn eines Kraftfahrers und einer KindergĂ€rtnerin, besuchte bis zu seinem 16. Lebensjahr die Flatow-Oberschule im Berliner Stadtteil Köpenick, wo er unter anderem mit den ehemaligen FuĂballprofis Björn Andersohn und Patrick Jahn fĂŒr die Schulauswahl spielte.
Verein
Nachdem Huth beim VfB Fortuna Biesdorf mit dem FuĂball begann, spielte er bis 2001 beim 1. FC Union Berlin und wechselte anschlieĂend zum englischen Erstligaklub FC Chelsea. Sein DebĂŒt in der Premier League bestritt Huth am letzten Spieltag der Saison 2001/2002 gegen Aston Villa. 2005 und 2006 wurde er mit Chelsea englischer Meister. Ein Wechsel zum FC Middlesbrough zur Saison 2006/2007 scheiterte zunĂ€chst am Gesundheitscheck, da den Vereinsverantwortlichen die im LĂ€nderspiel gegen Luxemburg zugezogene und wĂ€hrend der WM wieder aufgebrochene Verletzung fĂŒr eine Verpflichtung zu riskant erschien. Am 30. August 2006 kam der Transfer dann kurz vor Transferschluss doch noch zustande, Huth wechselte fĂŒr ca. neun Millionen Euro zum FC Middlesbrough. Von den englischen Fans wird er The Berlin Wall genannt.
Am 5. Dezember 2006 konnte er das erste Tor fĂŒr seinen neuen Arbeitgeber sowie sein erstes Tor in der englischen Premier League erzielen. Trotz des Treffers ging das Spiel gegen Tottenham Hotspur mit 1:2 verloren.
Im Sommer 2009 wechselte Huth zu Stoke City. Die Ablösesumme betrug 5,7 Millionen Euro. Huth ist damit die teuerste Verpflichtung in der Vereinsgeschichte seines neuen Arbeitgebers.
Nationalmannschaft
Sein erstes LĂ€nderspiel machte er am 18. August 2004, seinem 20. Geburtstag, in Wien gegen Ăsterreich. Sein erstes gröĂeres Turnier war der Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland, bei dem Huth als Stammspieler auf seiner Position als Innenverteidiger eingesetzt wurde. Nach starken Kritiken an seiner Leistung im Eröffnungsspiel steigerte sich der damals 20-jĂ€hrige Nationalspieler und schoss am 29. Juni 2005 im elften LĂ€nderspiel sein erstes LĂ€nderspieltor im Spiel um Platz 3 gegen Mexiko in Leipzig. Er gehörte zur am 15. Mai 2006 bekannt gegebenen Auswahl der deutschen Nationalmannschaft fĂŒr die WM 2006. Am 20. MĂ€rz 2008 wurde er erstmals seit der WM wieder von Joachim Löw fĂŒr die Nationalmannschaft nominiert, musste allerdings aufgrund einer Verletzung absagen. Wiederum ein Jahr spĂ€ter, am 19. Mai 2009, wurde Huth fĂŒr die Asien-Reise des DFB Ende Mai bis Anfang Juni einberufen. Grund dafĂŒr waren allerdings auch AusfĂ€lle der etatmĂ€Ăigen Innenverteidiger.
Spielstil
Huth ist zweikampf- und kopfballstark und hat einen harten Schuss, allerdings auch einige technische MĂ€ngel. Seine jugendliche Unerfahrenheit und sein Mangel an Spielpraxis wirken sich negativ auf sein Stellungsspiel aus.
Robert Huths eigenwilliger Laufstil, bei dem er seine Arme nicht anwinkelt, sondern immer senkrecht nach unten hĂ€ngen lĂ€sst, erweckt fĂŒr viele den Anschein, er sei langsam. Doch die Fitness-Tests der deutschen Nationalmannschaft widerlegten diesen Eindruck.
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