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Gerald Asamoah
Gerald Asamoah ist ein deutscher Fußballspieler. Er wurde am 3. Oktober 1978 an einem Dienstag in Mampong, Ghana, geboren und ist 31 Jahre alt.
Biografie
(4)<br />276 (44)
| nationaljahre = 2001–2006
| nationalmannschaft = Deutschland
| länderspiele (tore) = 43 (6)
| lgupdate = 25. Oktober 2009
| nmupdate =
}}
Gerald Asamoah (* 3. Oktober 1978 in Mampong, Ghana) ist ein deutscher Fußballspieler. Seit 1999 spielt Asamoah für den FC Schalke 04.

Leben und Karriere
Verein
Asamoah lebt seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland, besuchte dieselbe Schulklasse wie sein damaliger Vereinskollege Fabian Ernst und begann seine Laufbahn als Fußballer 1990 beim BV Werder Hannover.

1994 schloss er sich der Profimannschaft von Hannover 96 an; fünf Jahre später, 1999, wechselte er zum FC Schalke 04, mit dem er 2001 und 2002 zweimal den DFB-Pokal und 2005 den Ligapokal gewann.

miniatur|hochkant|links|Asamoah im Juni 2005
Nachdem Asamoah mit Herz- und Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, wurde ärztlicherseits eine hypertrophe nicht-obstruktive Kardiomyopathie (HNCM) diagnostiziert,<ref>„Gott weiß, was er tut“, Der Spiegel vom 9. November 1998, [ Onlineversion] gesichtet am 10. November 2008</ref> die mit einer Verdickung der Herzscheidewand einhergeht, was seine Fußballkarriere gefährdete und für ihn beinahe das berufliche Aus bedeutet hätte. Mediziner rieten ihm dazu, seine Laufbahn zu beenden, jedoch konnte ihm ein US-amerikanischer Herzspezialist entscheidend helfen, so dass er seine Fußballerkarriere fortsetzen konnte. Das verbleibende Risiko von einem Prozent trägt der Spieler selbst. Dem Verein wurde die Auflage gemacht, einen Defibrillator stets am Spielfeldrand bereitzuhalten.<ref>[http://www.asamoah-stiftung.de/sites/geralds-herz.html Geralds Herz], Asamoah-Stiftung.de</ref>

Anfang der Saison 2005/06 warf ihn eine Knieverletzung zurück, jedoch konnte er sich wieder in die Schalker Stamm-Elf zurückkämpfen. Am 28. September 2006 brach sich Asamoah im UEFA-Pokalspiel des FC Schalke 04 beim AS Nancy nach einem schweren Foul das linke Schien- und Wadenbein. Nach sechs Monaten feierte Asamoah beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am 17. März 2007 sein Comeback, als er in der 76. Minute eingewechselt wurde.

In der Saison 2007/08 erzielte er im DFB-Pokal in der ersten Runde einen Hattrick gegen Eintracht Trier, der erste seiner Karriere im DFB-Pokal. Im Januar 2008 verlängerte er seinen Vertrag mit Schalke um drei Jahre bis zum 30. Juni 2011.

Gerald Asamoah gehört zusammen mit Mathias Hain und Sebastian Kehl dem Spielerrat der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) an.

Nationalmannschaft
Nach seiner Einbürgerung 2001 wurde Gerald Asamoah als erster gebürtiger Afrikaner in eine DFB-Auswahl berufen. Gleich in seinem ersten Spiel für die deutsche Nationalmannschaft gelang ihm am 29. Mai 2001 in einem Freundschaftsspiel gegen die Slowakei ein Treffer. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea wurde er unter anderem im Finale eingesetzt. Bei der WM 2006 stand er ebenfalls im deutschen Aufgebot und wirkte im Vorrundenspiel gegen Ecuador mit.

Christliches und soziales Engagement
Der gläubige Christ Gerald Asamoah bekennt sich zu Jesus und erzählt in Werken wie der Fußball-Bibel von David Kadel von seinem Glauben und dessen Relevanz für den Alltag. Er wirkte auch in Kadels Fußball-Dokumentation Fußball-Gott (2002) mit.

2007 gründete er in Hannover die „Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder“. Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines Kinderherzzentrums in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Asamoah unterstützt darüber hinaus das Hilfswerk Ora International.

Opfer verunglimpfender Äußerungen
2005 unterstützte Gerald Asamoah die Medienkampagne Du bist Deutschland, die nach dem Willen der Initiatoren die Bundesbürger zu mehr Selbstvertrauen und Motivation anstoßen sollte. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde er unter Anspielung auf diese Kampagne von der rechtsextremistischen Vereinigung Schutzbund Deutschland aus Pritzwalk mit einem Plakat verunglimpft, das die Aufschrift trug: „Nein, Gerald, Du bist nicht Deutschland. Du bist BRD!“.<ref>[http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,418861,00.html Asamoah erzielt juristischen Erfolg gegen Neonazis], Spiegel Online vom 30. Mai 2006</ref> Das Landgericht Neuruppin sah darin keine Volksverhetzung. Die Juristen vertraten jedoch die Auffassung, dass der Tatbestand der Beleidigung erfüllt sein könne.<ref>[http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,548355,00.html Asamoah-Beleidigung war keine Volksverhetzung], Spiegel Online vom 18. April 2008</ref>

Beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 kam es am 18. August 2007 laut Urteil des DFB zu einer „herabwürdigenden und verunglimpfenden Äußerung“ durch den Dortmunder Torwart Roman Weidenfeller gegenüber Asamoah. Hierbei soll er Asamoah als „schwarzes Schwein“ bezeichnet haben.<ref>[http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,501644,00.html Weidenfeller für drei Spiele gesperrt], Spiegel Online vom 23. August 2007</ref> Auf Grund dieser Beleidigung wurde Weidenfeller zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro verurteilt und für drei Spiele in Folge gesperrt.
Zuvor hatte Weidenfeller seine Aussagen bestritten. Das Gericht konnte nicht feststellen, welche Worte auf dem Spielfeld tatsächlich gefallen waren, sodass Weidenfeller nicht wegen einer rassistischen, sondern lediglich wegen einer verunglimpfenden Äußerung bestraft wurde. Gesten Asamoahs, der im selben Spiel mehrmals gegenüber den Auswechselspielern des BVB ein Durchschneiden der Halsschlagader andeutete, blieben unbestraft.<ref>[http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,659558,00.html Freiheit für Asamoah, Strafe für Naki], Spiegel Online vom 5. November 2009</ref>

Privatleben
Asamoah ist verheiratet und seit dem 26. Februar 2007 Vater von Zwillingen.
Er lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Marl im Ruhrgebiet.

Erfolge
Verein
 • Deutscher Vize-Meister 2001, 2005 und 2007
 • DFB-Pokalsieger 2001 und 2002
 • Vize-Pokalsieger 2005
 • Ligapokal-Sieger 2005
 • UEFA Intertoto Cup-Sieger 2003 und 2004
 • Bundesliga-Fußballer des Monats Oktober 2004

Nationalmannschaft
 • Vize-Weltmeister 2002 in Südkorea und Japan
 • 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland
 • 3. Platz beim Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Vor der Kamera
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