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Max von Sydow
Max von Sydow ist ein schwedisch-franzŲsischer Schauspieler. Er wurde am 10. April 1929 an einem Mittwoch in Lund als Max Carl Adolf von Sydow geboren und ist neunzig Jahre alt. Auf der Leinwand wird er manchmal auch als Max Von Sydow erwähnt.
Biografie
mini|hochkant|Max von Sydow, 2016
Max von Sydow, geb√ľrtig Carl Adolf von Sydow<ref>[http://www.britannica.com/EBchecked/topic/577505/Max-von-Sydow Max von Sydow], Encyclop√¶dia Britannica Online, 30. M√§rz 2009</ref> (* 10. April 1929 in Lund), ist ein schwedischer Schauspieler mit deutsch-pommerscher Abstammung und seit 2002 franz√∂sischer Staatsangeh√∂rigkeit. Max von Sydow, der durch sein Mitwirken in Filmen von Ingmar Bergman international bekannt wurde, z√§hlt zu den profiliertesten internationalen Charakterdarstellern.

Leben und Werk
mini|hochkant|Max von Sydow, 1989
mini|hochkant|Max von Sydow, 1992
Sein Vater Carl Wilhelm von Sydow war Professor f√ľr Ethnologie und skandinavische und irische Volksmusik an der Universit√§t Lund, seine Mutter, Maria von Sydow (geb. Freiin Greta Rappe) war Lehrerin. √úber seine Kindheit ist wenig bekannt.

Von Sydow besuchte die Kathedralschule in Lund, wo er Mitbegr√ľnder einer Theatergruppe war und erste schauspielerische Erfahrungen sammelte. W√§hrend seiner Schulzeit lernte er Englisch und Deutsch. Von 1948 bis 1951 wurde er am K√∂niglichen Dramatischen Theater (‚ÄěDramaten‚Äú) in Stockholm zum Schauspieler ausgebildet. Unter der Regie von Alf Sj√∂berg hatte er 1949 sein Filmdeb√ľt in Rya-Rya ‚Äď Nur eine Mutter.

1955 zog von Sydow nach Malmö, wo er Ingmar Bergman kennenlernte. Durch die Verbindung mit Bergman wurde von Sydow international bekannt. Zunächst arbeiteten sie am Stadttheater Malmö zusammen, später bei mehreren Filmen. 1957 hatte von Sydow mit dem historischen Filmdrama Das siebente Siegel seinen internationalen Durchbruch. In den Filmen Schande, Die Stunde des Wolfs und Passion spielte er unter Bergmans Regie an der Seite von Liv Ullmann.

W√§hrend sich seine Arbeit bis dahin auf den skandinavischen Raum beschr√§nkt hatte, willigte er 1965 erstmals ein, in einer amerikanischen Produktion die Hauptrolle zu √ľbernehmen; dabei handelte es sich um die Rolle Jesu Christi in George Stevens‚Äô Film Die gr√∂√üte Geschichte aller Zeiten. Danach lebte von Sydow mit seiner Familie eine Zeitlang in Los Angeles. Mitte der siebziger Jahre zog er nach Rom und wirkte in zahlreichen italienischen Filmproduktionen mit. Daneben war er auch weiterhin regelm√§√üig in Hollywood-Produktionen, zuweilen in Rollen als deutscher Offizier des Zweiten Weltkriegs zu sehen.

Erw√§hnenswert ist seine Rolle des Priesters in Der Exorzist wie auch des Blofeld in dem James-Bond-Film Sag niemals nie. Weitere Rollen √ľbernahm er unter anderem in Filmen wie Die drei Tage des Condor, Flash Gordon, Conan der Barbar, Der W√ľstenplanet, In einer kleinen Stadt und Minority Report. In dem Film Hamsun von Jan Troell verk√∂rperte von Sydow 1996 den norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun. Trotz seines Mitwirkens in zahlreichen Actionfilmen bevorzugt er bei seiner Rollenauswahl Dramen wie Pelle, der Eroberer, f√ľr das er 1989 eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller erhielt.

Bei der Darstellung vieler seiner Rollen wird von Sydow von der Filmkritik Charisma und eine archaische Kraft zugeschrieben. Seine hagere Gestalt und seine als knorrig beschriebene Stimme<ref>Andreas Kilb: [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/kino-wolfsauge-max-von-sydow-wird-achtzig-1792479.html ‚ÄěWolfsauge: Max von Sydow wird achtzig‚Äú], FAZ, 9. April 2009, mit Bilderstrecke</ref> verst√§rken diesen Eindruck. In dieser Hinsicht entfaltete er eine gro√üe Wirkung bei seiner ersten Zusammenarbeit mit Bergman in Das siebente Siegel als Kreuzritter Antonius Block w√§hrend eines Schachspiels gegen den Tod. Seine markante Stimme wurde au√üerdem durch zahlreiche Werbefilme, seit neuestem auch durch Computerspiele bekannt.

Von Sydow gehörte 2015 zum Darsteller-Ensemble des siebten Teils der Star-Wars-Saga, Star Wars: Das Erwachen der Macht.<ref>[http://starwars.com/news/star-wars-episode-7-cast-announced.html Starwars Episode VII, Casting.]</ref> 2016 verkörperte er in der TV-Serie Game of Thrones die Rolle des dreiäugigen Raben.

Seine deutsche Synchronstimme ist bis auf einige Ausnahmen √ľberwiegend J√ľrgen Thormann.

Privates
Max von Sydow war von 1951 bis 1979 in erster Ehe mit der Schauspielerin Christina Olin (auch als Kjerstin oder Kerstin Olin bekannt) verheiratet, mit der er zwei S√∂hne hat. Nach seiner Scheidung heiratete er 1997 die franz√∂sische Dokumentarfilmerin Catherine Brelet; sie lernten sich bei den Dreharbeiten zum Fernsehfilm Die Bibel ‚Äď Salomon kennen, an dessen Produktion Max von Sydow als Schauspieler und Brelet als Assistentin des Regisseurs Roger Young mitwirkte. Seitdem ist Brelet ausschlie√ülich die pers√∂nliche Assistentin ihres Ehemannes. 2002 nahm von Sydow die franz√∂sische Staatsb√ľrgerschaft an. Seinen Wohnsitz hat er in Paris, seine Sommerferien verbringt er in einem Ferienhaus auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland.<ref>[http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/1893304/index.do Schauspieler Max von Sydow wird 80], Kleine Zeitung, 9. April 2009</ref>

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen (Auswahl)
{| border="2" cellpadding="4" cellspacing="0" style="margin: 1em 1em 1em 0; background: #f9f9f9; border: 1px #aaa solid; border-collapse: collapse; font-size: 90%;"
|-style="background:#B0C4DE;"
! Auszeichnung
! Jahr
! Kategorie
! Film / Serie
! Ergebnis
|-
|rowspan="2"| Oscar
| 1988
| Bester Hauptdarsteller
| Pelle, der Eroberer
| nominiert
|-
| 2012
| Bester Nebendarsteller
| Extrem laut & unglaublich nah
| nominiert
|-
|rowspan="2"| Bodil
| 1988
| Bester Hauptdarsteller
| Pelle, der Eroberer
| Preis
|-
| 1997
| Bester Hauptdarsteller
| Hamsun
| Preis
|-
| rowspan="2" | Emmy Award
| 1990
| Outstanding Supporting Actor in a Miniseries or Special
| Die Mörder warten schon
| nominiert
|-
|2016
|Outstanding Guest Actor in a Drama Series
|Game of Thrones
|Preis
|-
| Europäischer Filmpreis
| 1988
| Bester Schauspieler
| Pelle, der Eroberer
| Preis
|-
| Genie Awards
| 2008
| Beste Nebenrolle
| Emotional Arithmetic
| nominiert
|-
|rowspan="2"| Golden Globe Awards
| 1966
| Best Actor Drama
| Hawaii
| nominiert
|-
| 1973
| Beste Nebenrolle
| Der Exorzist
| nominiert
|-
|rowspan="3"| Guldbagge
| 1988
| Bester Schauspieler
| Pelle, der Eroberer
| Preis
|-
| 1989
| Beste Regie
| Ved vejen
| Preis
|-
| 1997
| Bester Schauspieler
| Hamsun
| Preis
|-
| Kansas City Film Critics Circle Awards
| 1975
| Beste Nebenrolle
| Die drei Tage des Condor
| Preis
|-
| Robert
| 1988
| Bester Hauptdarsteller
| Pelle, der Eroberer
| Preis
|-
| Adolf-Grimme-Preis
| 1995
| mit Gold (zusammen mit Axel Corti, Gernot Roll und Tilman G√ľnther)
| Radetzkymarsch
| Preis
|-
|}

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Vor der Kamera
Oskar und die Dame in Rosa 2010 (Dr Düsseldorf)
Robin Hood 2010 (Sir Walter Loxley)
Shutter Island 2010 (Dr. Naehring)
Schmetterling und Taucherglocke 2008 (Vater Papinou)
Rush Hour 3 2007 (Varden Reynard)
Judge Dredd 1995 (Chief Justice Fargo)
Der Wüstenplanet 1984 (Dr. Kynes)
Conan der Barbar 1982 (König Osric)
Passion (Andreas Winkelman)
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