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Maria Blumencron
Maria Blumencron ist eine ÷sterreichische Schauspielerin, Filmemacherin und Autorin. Sie wurde am 9. November 1965 an einem Dienstag in Wien geboren und ist 54 Jahre alt. Auf der Leinwand wird sie manchmal auch als Maria von Blumencron erwähnt.
Biografie
Maria Blumencron (* 9. November 1965 in Wien) ist eine ├Âsterreichische Schauspielerin, Filmemacherin und Autorin.

Leben
Nach ihrem Abitur 1984 bei den Dominikanerinnen in Wien/H├╝tteldorf folgten Auslandsaufenthalte in Frankreich, Indien und Nepal. 1986 begann sie eine Ausbildung als Schauspielerin am Konservatorium der Stadt Wien, die sie 1989 mit Auszeichnung abschloss. W├Ąhrend der Ausbildung hatte sie Engagements am Raimundtheater/Wien, Ensembletheater/Wien sowie der Studiob├╝hne Villach. Von 1989 bis 1991 geh├Ârte sie dem Ensemble des Stadttheaters Osnabr├╝ck an. 1992 verfasste sie im Auftrag der Kinderrechtsorganisation terre des hommes das Kindertheaterst├╝ck Kommst du mit nach Durian?, das sie gemeinsam mit dem WUM Theater ├╝ber 200 Mal deutschlandweit spielte. Es folgten weitere Kindertheaterst├╝cke und Comics ├╝ber Stra├čenkinder f├╝r terre des hommes, wie Shelter und Ayudame Th├ęresa.

1994 wechselte sie zum Fernsehen und ├╝bernahm Rollen in Kommissar Rex (SAT 1) sowie Kurklinik Rosenau (SAT 1). W├Ąhrend dieser Zeit absolvierte sie einen einj├Ąhrigen Stipendiumslehrgang bei der Drehbuchwerkstatt (HFF M├╝nchen) zur Fortbildung als Drehbuchautorin.

1998 begann sie als freie H├Ârfunk-Mitarbeiterin beim WDR, wo sie Wortsendungen und H├Ârspiele schrieb, produzierte und auch selber besprach. Ihr H├Ârspiel Pflaume mit Salz gewann 2000 den Deutschen Kinderh├Ârspielpreis.

Seit 1999 arbeitet Blumencron als Dokumentarfilmerin. Beim Versuch, f├╝r das ZDF eine Fl├╝chtlingsgruppe von Tibet aus ├╝ber den 5.716 Meter hohen Nangpa La nach Nepal und weiter nach Indien zu begleiten, wurde sie am 25. Dezember 1999 von der chinesischen Polizei verhaftet. W├Ąhrend sie nach zwei N├Ąchten wieder freikam, landete der Fluchthelfer f├╝r zweieinhalb Jahre in Folter-Haft.<ref name="BR-Interview"></ref> Diese Erfahrung verarbeitete sie zusammen mit dem Fluchthelfer zehn Jahre sp├Ąter in der Dokumentation Good Bye Tibet.<ref></ref>

Um ihre Dokumentation Flucht ├╝ber den Himalaya doch noch drehen zu k├Ânnen, ging sie mit ihrem Filmteam im April 2000 von der nepalesischen Seite des Himalaya tibetischen Fl├╝chtlingen auf den Nangpa La entgegen.<ref name="EpochTimes-Interview"></ref> Sie dokumentierte den Abstieg von sechs tibetischen Kindern und deren weitere Reise bis in das nordindische Dharamsala, wo die vier M├Ądchen und zwei Jungen in einem tibetischen SOS-Kinderdorf unterkamen und vom Dalai Lama empfangen wurden. Die Dokumentation wurde im ZDF, 3sat und Phoenix ausgestrahlt und mit f├╝nfzehn internationalen Preisen ausgezeichnet, wie z.&nbsp;B. dem ersten Platz des Axel Springer Preises f├╝r junge Journalisten f├╝r die beste Dokumentation im Jahre 2001.<ref></ref> Es folgte ein weiterer Film ├╝ber den Himalaya, sowie ├╝ber Donaukl├Âster und heilige Orte in Deutschland und ├ľsterreich f├╝r den Bayerischen Rundfunk.

2002 begann Blumencron beim Malik-Verlag ihre T├Ątigkeit als Buchautorin. Sie hat bis heute drei B├╝cher zum Thema der Fluchtbewegung aus Tibet sowie eine russische Lebensbiographie ver├Âffentlicht. Ihr erstes Drehbuch Wie zwischen Himmel und Erde wurde mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle verfilmt und kam am 31. Mai 2012 in die Kinos. Blumencron f├╝hrte Regie.

Seit 2008 ist Maria Blumencron als Referentin t├Ątig und h├Ąlt zahlreiche multimediale Lesungen zu ihren B├╝chern, beispielsweise im Rautenstrauch-Joest-Museum in K├Âln oder im Radiokulturhaus in Wien.

2013 entstand f├╝r die Dokumentarfilmreihe Lebenslinien des Bayerischen Fernsehens ein Film (Buch und Regie: Gabriele Dinsenbacher) mit dem Titel Mutterseelenallein ÔÇô Die Geschichte der Maria Blumencron.<ref>br.de: [https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/lebenslinien/lebenslinien-mutterseelenallein-maria-blumencron100.html Lebenslinien ÔÇô Die Geschichte der Maria Blumencron ÔÇô Mutterseelenallein], abgerufen am 16. Februar 2016.</ref>

Engagement
Schon w├Ąhrend ihrer T├Ątigkeit als Schauspielerin betreute Maria Blumencron von 1997 bis 1998 ehrenamtlich f├╝r das Friedensdorf International Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten Angolas und Afghanistans, die sich zur medizinischen Betreuung in Deutschland aufhielten.

Um hilfebed├╝rftigen Kindern und heimatlosen Menschen in jenen Regionen, wo sie als Dokumentarfilmerin arbeitete, auch praktische Hilfe zukommen zu lassen, gr├╝ndete sie 2007 mit Gleichgesinnten den Verein Shelter108 e.&nbsp;V., der nach dem Motto ÔÇ×R├Ąume bauen, in denen Gl├╝ck leben kannÔÇť arbeitet. Nebst der Leitung eines Kinder- und Jugendhostels in Kathmandu sowie dem Bau von Kinderh├Ąusern konnten bisher f├╝r fast 900 tibetische Exilkinder (Stand 12/2016) Paten in Deutschland und ├ľsterreich gefunden werden.<ref></ref> Die meisten Projekte, die von Shelter108 e.&nbsp;V. gef├Ârdert werden, befinden sich im Himalaya. Blumencron arbeitet ehrenamtlich f├╝r den Verein.

Auszeichnungen
 • Deutscher Kinderh├Ârspielpreis
 • Silver World Medal f├╝r Dokumentarfilm, The New York Festival 2001
 • Preis f├╝r beste Dokumentation, Europ├Ąisches Festival f├╝r religi├Âse Programme, (UNDA/WACC), Helsinki 2001
 • 1. Preis f├╝r beste Dokumentation, Axel Springer Preis f├╝r junge Journalisten, 2001
 • 1. Preis Students Documentary, Kalamata Documentary Festival, Griechenland 2001
 • Sonderpreis der Jury, BANFF Mountain Festival, Kanada (2002)
 • Best Film of Mountain Culture, Flagstaff Mountain Film Festival, USA 2003
 • 2. Preis Dokumentation, Cervino International Film Festival, Italien 2003
 • Sonderpreis ÔÇśOriental ReligionÔÇÖ, Religion Today, Trient 2003
 • Hauptpreis f├╝r Regie, International Mountaineering Film Festival, Teplice nad Metuji, Tschechien 2004
 • Publikumspreis, Bergfilmfestival, St. Anton am Arlberg 2004
 • Grand Prix ÔÇô Golden Frame, Explorers Festival, Polen 2004
 • Hauptpreis, International Festival of Outdoor Film, Tschechien 2004
 • Grand Prix ÔÇô Golden Frame, Explorers Festival, Artshow, Polen 2005
 • Wei├če Feder von Herzogenburg, 2007
 • Grand Prix Graz, 2011
 • Publikumspreis, Bozner Filmtage 2012

Werk
In ihren Filmen, B├╝chern und Vortr├Ągen macht Blumencron auf die jahrzehntelange Unterdr├╝ckung der Tibeter durch die Volksrepublik China aufmerksam und engagiert sich vor allem f├╝r Fl├╝chtlingskinder aus Tibet.<ref></ref>

Seit der Niederschlagung der Unruhen im Jahre 2008 haben die Fluchtbewegungen ├╝ber den Himalaya stark nach gelassen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit verlagert sich seitdem auf das Leben der tibetischen Kinder und Jugendlichen im Exil, wie in ihrem j├╝ngsten Buch Kein Pfad f├╝hrt zur├╝ck, das sie zusammen mit ihrer tibetischen Patentochter Chime Yangzom verfasste.

H├Ârspiele
 • 1998: Der K├Ânig hat ÔÇśnen Vogel, WDR
 • 1999: Pflaume mit Salz, WDR
 • 2000: Der Treck der Kinder, WDR

Filmografie
 • 1995: Kommissar Rex (Fernsehserie, Folge Die blinde Zeugin)
 • 2000: Flucht ├╝ber den Himalaya (TV)
 • 2002: Donaukl├Âster (TV)
 • 2005: Jenseits des Himalaya (TV)
 • 2006: Heilige Orte (TV)
 • 2006: Bilder einer Landschaft (TV)
 • 2009: Goodbye Tibet (Kinodoku)
 • 2012: Wie zwischen Himmel und Erde (Regie, Drehbuch)
 • 2013: Jesus und die verschwundenen Frauen (TV)

Buchpublikationen
 • Flucht ├╝ber den Himalaya, Piper Verlag, M├╝nchen 2003
 • Das Wunder von St. Petersburg, Piper Verlag, M├╝nchen 2004
 • Auf Wiedersehen, Tibet, DuMont-Verlag, K├Âln 2008
 • Kein Pfad f├╝hrt zur├╝ck, S├╝dwest-Verlag, M├╝nchen 2011

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Hinter der Kamera
Wie zwischen Himmel und Erde 2012 (Regie, Drehbuch)
Good Bye Tibet 2011 (Regie, Drehbuch)
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