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August Wittgenstein
August Wittgenstein ist ein deutscher Schauspieler. Er wurde am 22. Januar 1981 an einem Donnerstag in Siegen als August Fredrik zu Sayn Wittgenstein Berleburg geboren und ist 38 Jahre alt. Auf der Leinwand wird er manchmal auch als August Fredrik erwähnt.
Biografie
August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (* 22. Januar 1981 in Siegen<ref name="SPV">[http://www.schauspielervideos.de/fullprofile/schauspieler-august-wittgenstein.html August Wittgenstein]. Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 13. Februar 2015</ref><ref name="Westen">[http://www.derwesten.de/panorama/wittgenstein-und-die-wueste-id8536189.html#plx1706858807 Wenn ein Wittgensteiner in die Wüste geschickt wird] Porträt in: Der Westen.de vom 7. Oktober 2013. Abgerufen am 13. Februar 2015</ref>), genannt August Wittgenstein, ist ein deutscher Schauspieler.

Leben
Wittgenstein entstammt dem alten Adelsgeschlecht der Familie Sayn-Wittgenstein, seine Familie gehört zur Linie „Sayn-Wittgenstein-Berleburg“. Er wurde als Sohn eines deutschen Vaters und einer Schwedin geboren.<ref name="Stimme">[http://www.stimme.de/teleschau/stars/starsderwoche/August-Wittgenstein;art8797,2904310 Ein Herz für Aussteiger] in Heilbronner Stimme. Abgerufen am 13. Februar 2015</ref> Sein Vater ist Ludwig Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (* 1942); seine Mutter Yvonne, eine geborene Gräfin Wachtmeister af Johannishus (* 1951), die im schwedischen Bärbo, Gemeinde Nyköping, zur Welt kam. Er wuchs mit seinem älteren Bruder Carl-Albrecht (* 1976), seiner älteren Schwester Anna (* 1978; verheiratete Prinzessin von Bayern) und seiner jüngeren Schwester Theodora (* 1986) zweisprachig mit Deutsch und Schwedisch als Muttersprachen in Bad Laasphe im Wittgensteiner Land auf.<ref name=""></ref> Bereits in der Grundschule interessierte er sich für die Schauspielerei.<ref name="Westen"/> Mit 15 Jahren zog er aus dem Elternhaus aus und besuchte ein Internat in Schweden.<ref name="Stimme"/> Nach dem Abitur in Großbritannien folgten verschiedene Praktika in Paris und ein Aufenthalt in Australien.<ref name="Stimme"/> Nach seiner Rückkehr entschloss er sich zu einer professionellen Schauspielausbildung.<ref name="Westen"/> Auf Wunsch der Eltern studierte er zunächst. An der Georgetown University in Washington, D.C. erwarb er einen Bachelor-Abschluss im Fach Geschichte.<ref name="Westen"/>

Seine Schauspielausbildung absolvierte er in den Vereinigten Staaten, u.&nbsp;a. von August 2005 bis Mai 2007 an der American Academy of Dramatic Arts in New York City, später dann an den The Berg Studios in Los Angeles. Seine Filmkarriere begann er 2008/2009 mit der Mitwirkung in einigen Kurzfilmen. In Hollywood hatte er Nebenrollen in den Kinofilmen Illuminati (2009; als Soldat der Schweizergarde), und, neben Robin Wright, in dem Science Fiction-Drama The Congress (2013; als Travis).

2011 hatte er als Michel eine Nebenrolle in dem schwedischen Thriller Avalon, dem Debütfilm des schwedischen Regisseurs Axel Petersén (* 1979). In dem deutschen Historienfilm Ludwig II. verkörperte er die historische Figur des Ludwig-Vertrauten Alfred Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin (1850–1912). Seinen Durchbruch im deutschen Fernsehen hatte Wittgenstein 2013 mit seiner ersten Hauptrolle in dem Road-Movie Wüstenherz – Der Trip meines Lebens. In dem in Marokko in englischer Sprache gedrehten Film spielte er, an der Seite von Jennifer Ulrich, den attraktiven Aussteiger, Abenteurer und Einzelgänger Ben.<ref name="TS">Jörg Seewald: [http://www.tagesspiegel.de/medien/wuestenherz-wandert-zu-sat1-tausche-abenteuer-gegen-liebe/8898006.html Tausche Abenteuer gegen Liebe] in: Der Tagesspiegel vom 7. Oktober 2013. Abgerufen am 13. Februar 2015</ref> Für die deutsche Fassung wurde Wittgensteins Stimme nachsynchronisiert, da er für die Synchronarbeiten aus Termingründen nicht zur Verfügung stand.<ref name="TS"/> In dem tragikomischen Fernsehfilm Die Schlikkerfrauen (2014) spielte er, neben Sky Du Mont und Catherine Flemming als Elternpaar, den Sohn des Drogerieketten-Inhabers Theo Schlikker.

Wittgenstein hatte auch Episodenrollen in einigen Fernsehserien, u.&nbsp;a. in den Serien SOKO Leipzig (2013, als Joost Hertel, Freund des Opfers) und Josephine Klick – Allein unter Cops (2014; als Karl Krause, Mitglied einer Studentenverbindung). Im Februar 2015 war er in der Folge Sein oder Nichtsein erneut in der Krimiserie SOKO Leipzig zu sehen. Er verkörperte in einer Episodenhauptrolle den charismatischen Regisseur und Schauspielcoach Ivo Novack. Im Dezember 2015 spielte er in der Folge Alte Wunden in der Krimiserie SOKO Köln den Enkel des Opfers, Thomas Prinz. Im Februar 2016 war Wittgenstein in der ZDF-Krimiserie SOKO München in einer Episodenrolle zu sehen; er spielte Martin Tallen, einen ehemaligen Abi-Kollegen des SOKO–Ermittlers Dominik Morgenstern (Joscha Kiefer).

Im März 2016 war Wittgenstein in dem ZDF-Dreiteiler Ku’damm 56 in einer der Hauptrollen zu sehen; er spielte den jungen homosexuellen Staatsanwalt Wolfgang von Boost. Diese Rolle übernahm er auch in der dreiteiligen Fortsetzung Ku’damm 59, die im März 2018 erstausgestrahlt wurde.

In der Krimiserie Alles Klara (Erstausstrahlung: März 2016) hatte er eine Episodenhauptrolle; er spielte den querschnittsgelähmten Eric Simon, der gemeinsam mit seinem ermordeten Bruder eine Flugschule im Harz betreibt. In dem Fernsehfilm Ein Lächeln nachts um vier, der im Dezember 2017 im Rahmen der „ZDF-Herzkino-Reihe“ erstausgestrahlt wurde, spielte er die männliche Hauptrolle, den „charmanten“ Schauspieler Max Severin, der das Leben der weiblichen Hauptfigur Jule (Natalia Belitski) durcheinanderbringt.<ref> Handlung und Besetzung. Abgerufen am 10. Dezember 2017.</ref> In der RTL-Fernsehserie Jenny – echt gerecht (Erstausstrahlung ab April 2018) übernimmt Wittgenstein, an der Seite von Birte Hanusrichter als ungelernte Rechtsanwaltsgehilfin, die Rolle des Rechtsanwalts Maximilian Mertens.<ref>[https://www.hoerzu.de/unterhaltung/aktuelles/jenny-echt-gerecht Jenny – echt gerecht • Neue RTL-Serie um Anwaltsgehilfin]. In: Hörzu vom 7. März 2018. Abgerufen am 28. März 2018.</ref>

Wittgenstein besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. Er ist deutscher und schwedischer Staatsbürger. Seit Frühjahr 2011 lebt er in Berlin-Mitte.<ref name="Westen"/><ref name="Stimme"/>

Filmografie (Auswahl)
 • 2008: The Last Drop (Kurzfilm)
 • 2009: Illuminati (Angels and Demons)
 • 2009: Torendion (Kurzfilm)
 • 2009: Thorns (Kurzfilm)
 • 2010: Grave Dawn (Kurzfilm)
 • 2011: Avalon (Kinofilm; Schweden)
 • 2012: Gefallen (Kurzfilm)
 • 2012: Ludwig II. (Kinofilm)
 • 2013: The Congress (Kinofilm; USA)
 • 2013: SOKO Leipzig (Fernsehserie; Folge: Schuldenschnitt)
 • 2013: Wüstenherz – Der Trip meines Lebens (Fernsehfilm)
 • 2014: Josephine Klick – Allein unter Cops (Fernsehserie; Folge: Zinnsoldaten)
 • 2014: Bis wir bluten (Kurzfilm)
 • 2014: Die Schlikkerfrauen (Fernsehfilm)
 • 2014: Ophelia (Kurzfilm)
 • 2014: Ein starkes Team – Späte Rache (Fernsehfilm)
 • 2015: In Your Dreams, Küchenexperimente (Fernsehserie)
 • 2015: SOKO Leipzig (Fernsehserie; Folge: Sein oder Nichtsein)
 • 2015: SOKO Köln (Fernsehserie; Folge: Alte Wunden)
 • 2016: Notruf Hafenkante (Fernsehserie; Folge: Klassentreffen)
 • 2016: SOKO München (Fernsehserie; Folge: Der Kuss)
 • 2016: Ku’damm 56 (Fernsehdreiteiler)
 • 2016: Alles Klara (Fernsehserie; Folge: Rundflug in den Tod)
 • 2016: Dating Alarm
 • 2017: The Crown (Fernsehserie)
 • 2017: Nord bei Nordwest – Der Transport (Fernsehreihe)
 • 2017: Ein Lächeln nachts um vier (Fernsehfilm)
 • 2018: Ku’damm 59 (Fernsehdreiteiler)
 • 2018: Jenny – echt gerecht (Fernsehserie)

Einzelnachweise
<references />
Filmografie
Vor der Kamera
Ludwig II. 2012 (Alfred Graf von Dürckheim)
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